LANDMARK-Konferenz "Auf dem Weg zu einer sozial-verantwortlichen öffentlichen Beschaffung"

Bremen

Vor welchen Herausforderungen stehen Beschaffer/-innen, die sozialverträglich hergestellte Produkte einkaufen wollen? Wie kann soziale Beschaffung in öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden? Und: Wie gestaltet sich das Auditing in den Produktionsstätten vor Ort?

Dazu fand am 27. März 2014 die internationale Konferenz „Auf dem Weg zu einer sozial-verantwortlichen öffentlichen Beschaffung“ in Kooperation mit dem Projekt „Cotton on to Fairtrade procurement“ in Bremen statt. Über 140 Fachleute aller gesellschaftlichen Bereiche (Einkäufer, Nichtregierungsorganisationen (NRO), Produzenten) aus mehr als 20 Ländern informierten sich über die wichtigsten Ergebnisse der dreijährigen Zusammenarbeit europäischer Kommunen und NRO und feilten gemeinsam an neuen Konzepten für die Zukunft.

Die Konferenz machte klar, dass der Übergangsprozess zu sozial-verantwortlicher öffentlicher Beschaffung kein leichter ist und die enge Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure erfordert. Die Herausforderungen für öffentliche Beschaffer sind unter anderem fehlende Transparenz, ein Mangel an angemessenen Verifizierungssystemen, Zeitaufwand, Kostenintensität, zu wenig Wissen im Umgang mit entsprechenden Ausschreibungen sowie Unzuverlässigkeit oder Abwesenheit angemessener Kontrollmechanismen.

Zum Ende der Konferenz bemerkte der LANDMARK-Projektkoordinator Philipp Tepper, dass die Verbindung von Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsaspekten im Beschaffungsprozess eine ganzheitliche Betrachtung und ein hohes Niveau an Expertise erfordere. Das LANDMARK-Projekt sei ein wichtiger Schritt in Richtung sozial-verantwortliche Beschaffung gewesen. Tepper ermutigte zur weiteren Kooperation und zum Dialog in dem Bereich.

Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V. (BeN)
23.04.2014
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