Pressemitteilungen

Thüringen: Ministerpräsident Bodo Ramelow besuchte Namibia

Ministerpräsident Bodo Ramelow reiste am 10. bis 11. Mai 2017 nach Namibia. Anlass der Reise war die 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Windhuk, die noch bis zum Ende dieser Woche ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums stand. Sowohl bei einem Treffen mit dem Präsidenten Namibias, Dr. Hage Geingob, als auch mit dem Sonderbeauftragten der namibischen Regierung zur Vergangenheitsbewältigung, Zed Ngavirue, ging es nicht nur um aktuelle Themen. Vielmehr tauschten sich die Politiker auch zum Stand der Gespräche zwischen den Regierungen von Deutschland und Namibia zur Verantwortung Deutschlands am Völkermord an den Herero und Nama aus. „Ich habe deutlich gemacht“, so Ramelow, „dass unsere beiden Länder gemeinsam an der Gestaltung der Zukunft arbeiten, ohne die gemeinsame Kolonialgeschichte auszublenden. Doch wir wissen, dass dieser Prozess Zeit braucht.“ Dabei nutzte der Ministerpräsident auch die Gelegenheit, über die Erfahrungen Thüringens mit der Erinnerungskultur, beispielsweise in den Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, zu berichten. Besonders eindrucksvoll war die Besichtigung eines Musterhauses der Firma Polycare in einem Township bei Windhuk. Das Gehlberger Technologieunternehmen will mit einer Produktionsanlage für alternative Baustoffe einen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot in Namibia leisten. Nach einer Messe hatte PolyCare das Haus an die namibische Regierung übergeben, die es wiederum einem Kriegsversehrten, der Vater von sechs Kindern ist, zur Verfügung stellte. „Nicht nur das Engagement des Unternehmens ist sehr beeindruckend, vor allem auch die Familie zu sehen, die nun endlich in einem festen Haus leben kann, ist ermutigend“, berichtet Ramelow. „Und ich hoffe sehr, dass viele Menschen in Namibia davon profitieren können.“

Thüringer Staatskanzlei, 1 Juni 2017
Erstes Bundesland mit Nachhaltigkeitsbeirat im Parlament

Der Bundestag hat einen, in den Länderparlamenten gab es bisher aber keinen: Thüringen hat als erstes Bundesland beschlossen, einen parlamentarischen Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung einzurichten.

Thüringen nimmt die internationalen Verpflichtungen Deutschlands ernst: Bereits im Dezember hatte der Landtag mit den Stimmen der rot-rot-grünen Koalition einen Beschluss gefasst, wie das Bundesland die 2030-Agenda zur globalen nachhaltigen Entwicklung und den Weltklimavertrag der Vereinten Nation vor Ort umsetzen will.

Zum ersten Mal überhaupt in einem Bundesland richtet der Landtag in Erfurt damit auch einen „Parlamentarischen Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung“ ein. Zwar gibt es in einigen Bundesländern eigene Nachhaltigkeitsräte oder wissenschaftliche Beratungsgremien, viele haben auch eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie formuliert. Einen Beirat auf parlamentarischer Ebene gibt es bisher allerdings nirgends.

„Der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung des Bundestages ist dabei ganz klar unser Vorbild“, sagt Dagmar Becker, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag von Erfurt. Sie hat den Beirat gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Umweltausschuss, Tilo Kummer (Die Linke), im Landtag initiiert. Ein Selbstläufer war das neue Parlamentsgremium nicht. Vorangetrieben hatte ihn der Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen, in dem Vertreter der Zivilgesellschaft sitzen. Dessen Vorsitzender, Ron Hoffmann, zugleich Landeschef des BUND, sagt: „Das hat einiges an Überzeugungskraft gekostet. Viele Parlamentarier haben uns gefragt: Warum noch ein Beirat, wir haben doch schon so viel zu tun?“

Drei Gremien für Nachhaltigkeit

Wann der Beirat erstmals tagt, ist noch nicht klar. Becker geht von März 2017 aus. Thüringen hat dann auf Landesebene drei Gremien, die sich um die nachhaltige Entwicklung kümmern: Eine Staatssekretärsarbeitsgruppe im Umweltministerium, dazu kommt der eben erwähnte, zivilgesellschaftliche „Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung“, nicht zu verwechseln mit dem dritten Gremium, der jetzt neu gegründete parlamentarische Beirat. „In dieser Dreierkonstellation können wir in Thüringen viel bewegen“, sagt Hoffmann.

Das Bundesland hat sich in Sachen Nachhaltigkeit viel vorgenommen. So will sich Thüringen, um einige Beispiele zu nennen, bis 2040 zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen, die Landwirtschaft komplett auf Ökolandwirtschaft umstellen oder die Bildung für Nachhaltige Entwicklung stärken – dazu zählt auch, dass die Quoten von Schulabbrechern sinken sollen. Langfristig soll auch der Flächenverbrauch netto auf Null reduziert werden.

Das sind nur einige Beispiele aus dem Programm. Sämtliche Ministerien arbeiten momentan an Aktionsplänen, wie Nachhaltigkeit in den einzelnen Häusern umgesetzt werden kann. „Die ersten Pläne sind schon da und sehen vielversprechend aus. Die Idee, dass Nachhaltigkeit die Klammer für alle politischen Aktivitäten sein muss, ist angekommen“, sagt Hoffmann.

Wie der parlamentarische Beirat arbeiten wird

Welche Rolle der neue parlamentarische Beirat dabei genau spielen soll, wird noch verhandelt und muss dann in der Geschäftsordnung des Landtages verankert werden. Tilo Kummer und Dagmar Becker erläutern, wie er vom Grundsatz her funktionieren soll:

  • Jeder Fachausschuss des Landtages entsendet ein Mitglied in den parlamentarischen Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung.
  • Der Beirat könnte im Rhythmus der anderen Ausschüsse tagen, also rund ein Mal im Monat. Beschlossen ist das aber noch nicht. Die Mitglieder des Beirates entscheiden selbst, welche Gesetze sie auf ihre Wirkung im Sinne der Nachhaltigkeit prüfen wollen. Wie diese Prüfung aussehen soll, ist noch offen. Dabei sollen nicht automatisch alle Gesetze geprüft werden. „Wir stoßen sonst zeitlich an unsere Grenzen“, erklärt Kummer. Er verweist auf drei Untersuchungsausschüsse im Landtag, darunter einer zur Terrororganisation NSU, sowie auf den Koordinationsaufwand, den eine Koalition aus drei Parteien mit sich bringt.
  • Der übliche parlamentarische Ablauf bleibt, wie er ist: „Gesetze können, wie sonst auch, über die Fachausschüsse oder über Anträge im Plenum verändert werden“, erklärt Dagmar Becker. Dort müssten also auch Änderungen von den Mitgliedern des Beirates eingebracht werden.

Wirkung hängt vom Einsatz der Mitglieder ab

Bleibt die Frage, wie effizient und einflussreich der parlamentarische Beirat damit sein kann. Hoffmann sieht in dem neuen Gremium vor allem ein Instrument, dessen Wirkung vom Einsatz seiner Mitglieder abhängt. Ohnehin lasse sich Nachhaltigkeit nicht an einen Beirat delegieren. „Wir fordern, dass alle Gesetze und Verordnungen in Thüringen auf ihre Nachhaltigkeit überprüft werden“, sagt Hoffmann. Das aber müsse im gesamten Politikbetrieb verankert werden, angefangen bei den Ministerien. 

Prinzipiell sei das Land, so Hoffmann, auf einem guten Weg bei der Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit. 2011 hatte Thüringen eine Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Es gibt inzwischen auch Initiativen auf kommunaler Ebene, eine Übersicht findet sich auf der Homepage der Bundesregierung. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung koordiniert zudem ein neues, regional organisiertes Netzwerk von (vornehmlich zivilgesellschaftlichen) Nachhaltigkeitsakteuren – die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN). Konsortialführer für die Region Mitte (Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) ist der Verein Zukunftsfähiges Thüringen mit Sitz in Erfurt.

Die CDU hat im Landtag gegen den neuen Beirat gestimmt. Es gebe mit dem Beirat für Nachhaltige Entwicklung und der Staatssekretärs-Arbeitsgruppe bereits zwei Gremien, die sich mit dem Thema beschäftigten, so Pressesprecher Felix Voigt. Zudem sollte ursprünglich zwischen CDU und Regierungskoalition ein gemeinsamer Antrag zur Nachhaltigkeit erarbeitet werden, doch Rot-Rot-Grün habe sich den Ideen der CDU „komplett verweigert“. Die Partei habe Vorschläge gemacht, doch „leider wurden diese nicht einmal mit einer Antwort bedacht“, so Voigt.

Kritik von CDU und AfD

Eine Komplettumstellung auf erneuerbare Energien bis 2040 sei zudem nicht realistisch. „Weiterhin können wir einer nur ideologisch begründeten, radikalen und kurzfristigen Umstellung der konventionellen Landwirtschaft auf eine ökologische Landwirtschaft aus ökonomischen Gründen nicht zustimmen“, schreibt Voigt. Dennoch will die CDU Mitglieder in den neuen Beirat entsenden.

Doch die Suche nach Mitgliedern gestaltet sich schwer, sagt Tilo Kummer von der Linken: „Ich bin froh, wenn ich einen Freiwilligen in jedem Fachausschuss finde“, sagt er. Auch die AfD, die gegen den Nachhaltigkeitsbeirat gestimmt hat, will einen Vertreter entsenden. Der Antrag zum Beirat liefere keine konkreten Vorschläge, wie die Klimaziele erreicht werden könnten, ohne die Bevölkerung zu sehr zu belasten, schreibt ein AfD-Sprecher. „Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass der Beirat lediglich Lobbyarbeit für die Erneuerbare-Energien-Branche betreiben wird.“

Was Kummer positiv stimmt: Die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes ist unter der CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht verabschiedet worden. Im Prinzip herrscht also große Einigung, dass die darin formulierten Ziele richtig sind: „Thüringen ist historisch eine der Kernregionen nachhaltiger Entwicklung“, heißt es in der Nachhaltigkeitsstrategie.

Rat für nachhaltige Entwicklung, 26 Januar 2017
Antrag im Landtag zur Umsetzung der Agenda 2030 und des Weltklimavertrags

Anfang Dezember 2016 wurde im Thüringer Landtag der Antrag der Fraktionen der Parteien DIE LINKE, der SPD und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN „Der Beitrag Thüringens zur Umsetzung der Agenda 2030 und des Weltklimavertrags“ mit Mehrheit angenommen und beschlossen. Mit dem Beschluss legt der Thüringer Landtag die Unterstützung für die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung fest und betont, dass das Land Thüringen sich sowohl auf lokaler, regionaler als auch auf europäischer Ebene für die Umsetzung der Agenda einsetzen will. Besonders spannend ist der Beschluss, einen parlamentarischen Beirat zu Nachhaltiger Entwicklung in Thüringen zu bilden. Aufgabe des Beirats wird es sein, die parlamentarische Arbeit zu begleiten und auf die den Zielen und Indikatoren der Agenda 2030 entsprechende Ausgestaltung von Gesetzen und Richtlinien hinzuwirken. Außerdem soll der Beirat die Umsetzung der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie zu begleiten. Der Landtag fordert im Antrag die Landesregierung dazu auf, u. a. die Umsetzung des Weltaktionsprogramms BNE mit einem Thüringer Aktionsplan BNE 2015-2019 anzustoßen. Auch eine faire und nachhaltige Beschaffung und die Eine-Welt-Zusammenarbeit sollen durch den Antrag gestärkt werden. Für die 16 Landesparlamente ist dies bisher ein einmaliger Beschluss.

Den Antrag können Sie hier unter Downloads als PDF herunterladen.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 16 Januar 2017
Neues Projekt in Thüringen zur fairen und nachhaltigen Beschaffung

Unter Trägerschaft des Vereins „Zukunftsfähiges Thüringen“ ist Anfang Mai 2016 das Projekt „Thüringer Beschaffungsallianz – fair und nachhaltig“ gestartet“. Ziel ist es, das Wissen und das Bewusstsein für eine faire und nachhaltige Beschaffung zu verbessern. Dabei sollen öffentliche Auftraggeber als auch private Beschafferinnen und Beschaffer unterstützt werden. „Wir informieren, sensibilisieren und beraten die Akteure vor allem auf Beschaffungsseite, geben praktische Handlungsempfehlungen, vernetzen und wollen sie auch mit der Bieterseite, den Unternehmen, in Dialog bringen“, sagte Projektleiter Dietrich Wohlfarth vom Verein Zukunftsfähiges Thüringen mit Blick auf den Arbeitskreis „Faire und nachhaltige Beschaffung in Thüringen“, der als Steuerungsorgan für das Projekt fungiert.

Interessenten für den offenen Arbeitskreis aus Kommunen, Behörden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sind willkommen. Eine Internetseite mit Informationen, Terminen, Materialien sowie guten Beispielen ist im Aufbau. Das Projekt wird von der Servicestelle von Engagement Global gefördert.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Kontakt:
Zukunftsfähiges Thüringen e.V., Knut König, Telefon 03628 9295231, knut.koenig@zukunftsfaehiges-thueringen.de, www.nachhaltige-beschaffung-thueringen.de

Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern, 19 Mai 2016
Minister für Armutsbekämpfung und soziale Wohlfahrt der Republik Namibia zu Gesprächen in Thüringen

Im Rahmen seines Deutschlandbesuchs wird der Minister für Armutsbekämpfung und soziale Wohlfahrt der Republik Namibia, Herr Dr. Zephania Kameeta, diese Woche auch zu Gesprächen in Thüringen erwartet. Im Rahmen seines 1 ½ tägigen Aufenthaltes im Freistaat wird es bei verschiedenen Zusammentreffen, u.a. mit Ministerpräsident Bodo Ramelow, dem Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Kirchenvertreten und Unternehmen um die Themen „Reformationsjubiläum 2017“ sowie innovative Wohnungsbaulösungen für Namibia gehen.

Begleitet wird der Besuch des Ministers durch den Botschafter der Republik Namibia in Deutschland, Herr Andreas B. Guibeb, der die Gespräche auch mit Blick auf Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes 2017 in Namibia angeregt hatte.

Thüringen, Staatskanzlei, 9 Mai 2016
Thüringer Engagement-Preis 2016

Unter dem Motto „Thüringen weltoffen – ein Land des Engagements“ vergibt die Thüringer Ehrenamtsstiftung in diesem Jahr zum vierten Mal den Thüringer Engagement-Preis. Die Auszeichnung soll Menschen und Projekte in den Blick der Öffentlichkeit rücken und die Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement in Thüringen befördern. Der Preis ist in den fünf Kategorien Einzelperson, Jugend, Senioren, Vereine-Verbände-Initiativen und Unternehmen ausgelobt. Im September 2016 erfolgen die Online-Abstimmung und die Auswahl der Jury.

Die Sieger in jeder Kategorie erfahren von ihrem Erfolg bei der Ehrungsveranstaltung am 4. November 2016, zu der sie eingeladen werden. Auf der Website werden die Gewinner mit Fotos öffentlich vorgestellt. Alle Gewinner erhalten eine Urkunde zur Würdigung ihres Engagements und ihrer Teilnahme am Wettbewerb. Nominierungen können bis zum 6. Juni 2016 eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V., 28 April 2016
Teilnehmen am CHAT der WELTEN Thüringen-Senegal

Für ein gemeinsames Umweltprojekt zwischen Schüler/-innen aus Deutschland und dem Senegal werden im Rahmen des Projekts CHAT der WELTEN Thüringen interessierte Schulen aus  Mitteldeutschland/Thüringen gesucht. Für das Projekt zum Thema Plastikmüll sind Schüler/-innen ab der Klassenstufe 8 angesprochen. Die Globale Perspektive und die Aufgabe die Nachhaltigen Entwicklungsziele weltweit gemeinsam anzugehen, stehen im Projekt im Vordergrund: Schulgruppen aus Deutschland und dem Senegal gehen die weltweite Plastikmüllverschmutzung gemeinsam an.

Der Austausch untereinander findet für ein bis drei Monate wöchentlich über geeignete Chat-Plattformen statt und erfolgt auf Deutsch und/oder Französisch. Die Schüler/-innen aus dem Senegal und aus Thüringen/Mitteldeutschland setzen sich selbstgesteckte Meilensteine, tauschen Arbeitsergebnisse und Informationen aus und geben sich gegenseitig Anregungen, wie die großen Probleme unserer Einen Welt gemeinsam gelöst werden können.

Weitere Informationen und Kontakt:
Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V.
CHAT der WELTEN
Kochstraße 1a
07745 Jena
Franziska Weiland (CHAT-Koordination)
Fon: 03641 - 22 49 950
E-Mail: chat@ewnt.org
Webseite

Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V., 17 März 2016
Zukunftstour in Jena am 10. - 11. Februar 2016

Die im September 2015 auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel in New York verabschiedeten 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung verknüpfen das Prinzip der Nachhaltigkeit mit der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung. In Deutschland werden diese Ziele in der Zukunftscharta „EINEWELT – Unsere Verantwortung mit tatkräftiger Unterstützung von Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kirchen, Wissenschaft und Politik umgesetzt.

Die im Sommer 2015 begonnene bundesweite ZukunftsTour kommt vom 10. - 11. Februar 2016 nach Jena. Dort werden sich Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Ministerpräsident Bodo Ramelow gemeinsam mit Vertreter/-innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft drängenden Zukunftsfragen stellen: Wie können wir eine nachhaltige und gerechte Welt schaffen? Welche Verantwortung tragen die Deutschen Länder und Kommunen? Und was kann jede und jeder Einzelne im Alltag für mehr Nachhaltigkeit tun.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Engagement Global gGmbH, 15 Januar 2016
Eine-Welt-PromotorInnen-Programm für Thüringen

Mit Beschluss des Doppelhaushalts 2016/17 ist nun auch Thüringen als 16. Bundesland in das Eine-Welt-PromotorInnen-Programm eingestiegen. Der Freistaat stellt ab 2016 Mittel in Höhe von 25.000,- EURO jährlich für das entwicklungspolitische Engagement der Thüringer Zivilgesellschaft zur Verfügung. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erhöht die Förderung des Freistaats um weitere 60 Prozent.

Damit beteiligt sich der Freistaat Thüringen zum ersten Mal seit seinem Bestehen an einer institutionellen Förderung der Thüringer entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft. Was lange seitens der Zivilgesellschaft gefordert wurde, wird nun Realität. Ab 2016 werden Eine-Welt-PromotorInnen auch in Thüringen entwicklungspolitische Prozesse durch Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsmaßnahmen anstoßen. Sie unterstützen und vernetzen zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen und Gruppen, die sich in der Eine Welt-Arbeit engagieren.

Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V., 6 Januar 2016
Kathrin-Buhl-Preis für entwicklungspolitische Projekte 2015

In diesem Jahr vergibt die Stiftung Nord-Süd-Brücken zum zweiten Mal den Kathrin-Buhl-Preis für entwicklungspolitische Projekte. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis richtet sich an Vereine der entwicklungspolitischen Inlands- oder Auslandsarbeit.

Bewerben können sich entwicklungspolitisch tätige, eingetragene gemeinnützige Vereine aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

In dem abgeschlossenen Projekt sollten „Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe der Menschen eine herausragende konzeptionelle Rolle spielen“.

Die Bewerbungen müssen bis zum 15. September 2015 bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken eingereicht werden.

Weitere Informationen und Kontakt:
Stiftung Nord-Süd-Brücken
Greifswalder Straße 33a
10405 Berlin

Antje Bernhard oder Andreas Rosen
Tel.: 030 - 24 85 13 85
E-Mail: a.bernhard@nord-sued-bruecken.de; a.rosen@nord-sued-bruecken.de
Webseite: www.nord-sued-bruecken.de/assets/files/ausschreibung_kbp_2015.pdf

Stiftung Nord-Süd Brücken, 19 August 2015
"Bürgermeisterdialog Nachhaltigkeit“ Thüringen

Auf Einladung des Nachhaltigkeitszentrums Thüringen informierte die Servicestelle Kommunen in der einen Welt am 3. Juli 2015 die Teilnehmenden des „Bürgermeisterdialogs Nachhaltigkeit“ in Weimar über die Post 2015-Agenda und die globalen Nachhaltigkeitsziele. Zudem stellte die Servicestelle ihre Unterstützungsangebote für die Entwicklung lokaler Nachhaltigkeitsstrategien im Kontext der globalen Nachhaltigkeitsziele vor.

Der „Bürgermeisterdialog Nachhaltigkeit“ will nachhaltiges Handeln in Kommunen stärken und sich in den verschiedenen Handlungsebenen im Freistaat Thüringen in den Diskurs für eine zukunftsfähige Entwicklung einbringen.

Bei dem Forum diskutierten 14 Stadtoberhäupter sowie Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes Thüringen und des Beirats zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen über die Chancen und Ansprüche für eine nachhaltige Kommunalentwicklung.

Servicestelle Kommunen in der einen Welt , 22 Juli 2015
Neues Programm Chat der Welten

Der Chat der Welten ist jetzt auch in Thüringen verfügbar. Schüler/-innen können über das Internet als vernetzendes und kulturverbindendes Element mit Schulklassen oder Fachleuten aus fast der ganzen Welt kommunizieren.

Der Chat ist an Bildungsveranstaltungen zum Globalen Lernen gekoppelt. Über diese neue Plattform können sich Thüringer Schüler/-innen interkulturell und interaktiv neue Perspektiven erschließen. Sprachkenntnisse sind von Vorteil, aber kein muss.

Für die Chat-Projekte sollten 3 Tage eingeplant werden.

Interessierte Schulklassen können sich beim Eine Welt Netzwerk Thüringen informieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V. - Chat der Welten, 16 Juli 2015
Gelungener Fachtag „Faire und nachhaltige Beschaffung“ in Thüringen

Nach Veranstaltungen in Weimar und Jena in den letzten zwei Jahren fand der dritte Fachtag „Faire und nachhaltige Beschaffung“ am 2. Juni 2015 in Erfurt statt. Organisiert wurde er von der Stadt Erfurt, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, dem Nachhaltigkeitszentrum Thüringen und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt.

Mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden und Kommunen, von freien Trägern der Wohlfahrtspflege, Kirchen und Nichtregierungsorganisationen sowie aus der Wirtschaft informierten sich über den aktuellen Stand fairer und nachhaltiger Beschaffung auf EU- und Bundesebene und diskutierten die Umsetzung auf kommunaler und regionaler Ebene.

Nach Ansicht der Teilnehmenden hat sich seit dem ersten Fachtag bei der Anerkennung und Umsetzung von fairer und nachhaltiger Beschaffung viel getan. Herausforderungen bestünden aber vor allem noch bei der rechtssicheren Ausschreibung sowie der Sensibilisierung dafür, Nachhaltigkeit bei Beschaffungen von Anfang an mitzudenken.

Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, 16 Juni 2015
Zukunftsfähige Eine-Welt-Politik im neuen Koalitionsvertrag festgeschrieben

Ende November 2014 wurde der rot-rot-grüne Koalitionsvertrag für die gemeinsame Landesregierung in Thüringen unterzeichnet. Unter dem Punkt 11.6 Europapolitik wird festgehalten, dass „eine zukunftsfähige Eine-Welt-Politik (…) eine ressourcenschonende, klimaverträgliche Wirtschafts- und Lebensweise im Interesse der Bekämpfung von Armut und Ungleichheit verfolgen [muss]“. Dadurch werde ein Zeichen in Richtung einer nachhaltigen und gerechten Zukunftsgestaltung gesetzt.

Auf Landesebene bedeute dies, so im Vertrag, dass die Verknüpfung entwicklungspolitischer, umweltpolitischer, wirtschaftspolitischer und sozialer Ziele verstärkt gefördert werden solle. Außerdem wird betont, dass der faire Handel ein wichtiger Baustein sei, um Gerechtigkeit im globalen Zusammenhang zu gewährleisten.

Die gesamte Koalitionsvereinbarung kann hier eingesehen werden.

Thüringen, Staatskanzlei, 15 Dezember 2014
Ein Novum in der Branche: Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht überreicht Dr. Ralf Hedwig das Verdienstkreuz

Am 28. Januar 2014 überreichte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht im Namen von Bundespräsident Joachim Gauck Dr. Ralf Hedwig das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Pathologe aus Dornburg engagiert sich für arme und benachteiligte Menschen in Nicaragua. Ralf Hedwig ist Gründungsmitglied des Eine-Welt-Haus e. V. in Jena, der verschiedene Projekte in Lateinamerika initiiert und begleitet. Unter anderem betreut der Verein, dem Dr. Hedwig seit 2004 vorsteht, die offizielle Städtepartnerschaft Jenas mit San Marcos in Nicaragua.

Wir freuen uns sehr, dass dem Gründer unseres Mitgliedsvereins eine solche Ehre zuteil wurde. Dr. Ralf Hedwig ist ein herausragendes Beispiel für entwicklungspolitisches Engagement, dem hoffentlich viele folgen werden.Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht überreicht Dr. Ralf Hedwig das Verdienstkreuz

Eine-Welt-Haus e.V., 5 Februar 2014