Pressemitteilungen

Auftakt für die Erstellung einer Landesstrategie BNE

Am 8. August 2017 starteten der Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Herr Staatsminister Dr. Fritz Jaeckel, und der Staatssekretär des Kultusministeriums, Herr Dr. Frank Pfeil, gemeinsam mit Vertreter/-innen nichtstaatlicher Organisationen und staatlicher Einrichtungen den Prozess zur Erstellung einer Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) für das Land Sachsen. Diese Landesstrategie orientiert sich an den Aussagen und Zielen des Nationalen Aktionsplanes BNE, der am 20. Juni 2017 verabschiedet wurde, und ist verzahnt mit der derzeit zu überarbeitenden Nachhaltigkeitsstrategie des Freistaates Sachsen. In dem geplant einjährigen Entwicklungsprozess sind Transparenz und Partizipation Leitmarken, die es ermöglichen sollen, dass alle Akteure unter Anerkennung der jeweiligen Expertise die Landesstrategie BNE gemeinsam gestalten können. Hierzu lädt das Sächsische Kultusministerium alle BNE-relevanten Akteure am 22. September 2017 zu einen Startworkshop zur Erarbeitung der Landesstrategie in Dresden ein. Der Workshop beschäftigt sich mit der Frage, wie die sächsische Bildungslandschaft aussehen sollte, um BNE zu fördern. Verantwortlich für die Erarbeitung der Landesstrategie BNE ist das Sächsische Staatsministerium für Kultus. Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt koordiniert die Einbeziehung nichtstaatlicher Akteure in Kooperation und mit Unterstützung von RENN.mitte und der Engagement Global gGmbH. Die Einladung richtet sich an alle Akteure und Initiativen, die im Bereich BNE aktiv sind. Im Rahmen folgender Veranstaltungen wird es allen an dem Workshop teilnehmenden Akteuren ermöglicht, sich mit beteiligten Ministerien und staatlichen Bildungsinstitutionen auszutauschen.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 September 2017
Fluchtursachen bekämpfen - Verstärkte Förderung der Entwicklungszusammenarbeit

Staatsminister Jaeckel übergibt Förderbescheid an das Deutsche Rote Kreuz für Projekt in Marokko

Europaminister Fritz Jaeckel hat dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) einen Fördermittelbescheid über 200.000 Euro für das Projekt „Stärkung der Resilienz von ländlichen Gemeinden in Chefchaouen, Marokko“ übergeben.

Mit den Fördermitteln sollen die Menschen in den Ortschaften der Gemeinde Talambote (Marokko, Provinz Chefchaouen) im Umgang mit Risikofaktoren wie z.B. Erdbeben, Überschwemmungen und Erdrutschen gestärkt werden. Dazu wird die Bevölkerung in den Bereichen Erste Hilfe und Katastrophenvorsorge geschult. Zudem werden Mikroprojekte umgesetzt, die sich an den Bedürfnissen der Ortschaften orientieren. Welche genau das sind, wird zuvor in Kooperation mit den Bewohnern der Dörfer ermittelt. So wird sichergestellt, dass das Projekt tatsächlich einen Beitrag dazu leisten kann, dass mögliche Umweltkatastrophen ohne anhaltende Beeinträchtigung vor Ort überstanden werden können. Benötigt werden z.B. Basisgesundheitsstationen, die Befestigung von Wasserreservoiren oder die Befestigung von Hängen, um Erdrutsche zu vermeiden. Indem gemeinsam Notfallpläne erstellt, Simulationsübungen für den Ernstfall durchgeführt und die notwendige Ausrüstung beschafft werden, wird die Selbsthilfekapazitäten der Bewohner in der ländlichen Region gestärkt. Die Maßnahmen des vom 4. Juli 2017 bis 31. Dezember 2018 laufenden Projekts zielen auf Hilfe zur Selbsthilfe ab und erhöhen so das Sicherheitsempfinden der Bewohner, was sich auch positiv auf die Bleibebereitschaft der Menschen in ihrer Heimat auswirkt. Alle Projektinhalte werden in enger Kooperation mit den örtlichen Behörden umgesetzt, um eine anschließende Übergabe an lokale Institutionen und die Weiterführung der geschaffenen Infrastruktur sicherzustellen.

„Mit unserer Förderung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland wollen wir vor allem Fluchtursachen bekämpfen, die Bleibebereitschaft erhöhen und die Selbsthilfe vor Ort unterstützen“, erklärte Europaminister Fritz Jaeckel. „Das DRK hat sowohl auf Bundesebene als auch in den einzelnen Orts-, Kreis- und Landesverbänden bereits vielfach unter Beweis gestellt, wie vor Ort mit den Beteiligten solche Projekte umgesetzt und damit zum Erfolg geführt werden können. Auch das in Zusammenarbeit mit dem Roten Halbmond in Chefchaouen durchgeführte Projekt trägt dazu bei, Strukturen aufzubauen, die wir in Sachsen und Deutschland als selbstverständlich ansehen, die in manchen Ländern der Welt jedoch einfach fehlen. Ich freue mich, dass wir diese Arbeit jetzt unterstützen können.“

„Wir freuen uns darüber, dass wir als zuverlässiger Partner in der internationalen Zusammenarbeit gesehen werden“, betonte Rüdiger Unger, Vorstandsvorsitzender des DRK Landesverbandes Sachsen. „Gerade das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen hat in den letzten Jahren gezeigt, wie wichtig die Verankerung ehrenamtlichen Engagements in der Gesellschaft ist.“

Die internationale Zusammenarbeit des DRK initiiert und betreut weltweit Projekte der humanitären Hilfe und langfristigen Entwicklungszusammenarbeit. „Dazu arbeitet das Deutsche Rote Kreuz eng mit seinen Schwestergesellschaften der Rotkreuz- und Rothalbmondfamilie vor Ort zusammen“, erklärte Unger. "Die Helfer vor Ort wissen dabei am besten, wie die Hilfe zur Selbsthilfe zielgerichtet und effektiv ankommt. Unterstützt wird dieser Prozess von DRK-Experten. Die Auslandsdelegierten wurden speziell für die Aufgaben geschult. Die Grundlagenausbildung jedoch erhalten viele DRK-Helfer während ihres ehrenamtlichen Engagements in den Orts- und Kreisverbänden des Roten Kreuzes. Allein in Sachsen bauen wir auf rund 15.500 Ehrenamtliche.“

Hintergrund:
Der Freistaat Sachsen unterstützt seit 2017 entwicklungspolitische Projekte und Initiativen. Vor dem Hintergrund der von den Vereinten Nationen beschlossenen nachhaltigen Entwicklungsziele legten die Abgeordneten des Sächsischen Landtages mit Beschluss des neuen Doppelhaushaltes 2017/18 die Grundlage für eine Entwicklungspolitik des Freistaates. In 2017 und 2018 stehen insgesamt je 400.000 Euro für Entwicklungsprojekte im Ausland sowie für entwicklungspolitische Veranstaltungen und Bildungsmaßnahmen in Sachsen zur Verfügung. Bereits im Juni überreichte Jaeckel einen Fördermittelbescheid über 200.000 Euro an den Arche noVa e.V. für das über zwei Jahre laufende Projekt „Schulbildung für die von der Syrienkrise betroffenen Kinder im Libanon“.

Außerdem steht seit Anfang August ein neues Förderinstrument für sächsische gemeinnützige private Träger zur Verfügung, die Projekte der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland planen und durchführen möchten. Die Unterstützung beträgt bis zu 15.000 Euro pro Projekt. In den Jahren 2017 und 2018 stehen dafür jeweils 100.000 Euro zur Verfügung. Die Beantragung und Bewilligung der Projektanträge erfolgt im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei durch die Stiftung Nord-Süd-Brücken.

Dresden, Sächsische Staatskanzlei, 17 August 2017
Sachsen verstärkt Engagement in Entwicklungszusammenarbeit

Neue Fördermöglichkeit für Auslandsprojekte gemeinnütziger privater Projektträger

Der Freistaat Sachsen hat sein Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit verstärkt.

Seit Anfang des Monats steht ein neues Förderinstrument für sächsische gemeinnützige private Träger zur Verfügung, die Projekte der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland planen und durchführen möchten. Gefördert werden beispielsweise Bildungsprojekte, Infrastrukturprojekte, Maßnahmen des Umwelt- und Klimaschutzes, Projekte zur Geschlechtergerechtigkeit und humanitäre Maßnahmen. Die Unterstützung beträgt bis zu 15.000 Euro pro Projekt.

In den Jahren 2017 und 2018 stehen dafür jeweils 100.000 Euro zur Verfügung. Die Beantragung und Bewilligung der Projektanträge erfolgt im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei durch die Stiftung Nord-Süd-Brücken.

„Diese Fördermöglichkeit soll insbesondere sächsischen Trägern zugutekommen, die sich für eine Verbesserung der Lebenssituation armer Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern einsetzen, die vorhandene Selbsthilfeanstrengungen partnerschaftlich unterstützen und zur Verwirklichung der Menschenrechte vor Ort beitragen“, betont Staatskanzleichef und Staatsminister Fritz Jaeckel. „Ich freue mich, dass wir damit erstmals auch kleinere sächsische Vereine, Verbände oder Stiftungen unterstützen können, die sich unter großem persönlichen Einsatz in den Entwicklungsländern engagieren. Damit leistet der Freistaat Sachsen auch einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in diesen Staaten.“

Die Stiftung Nord-Süd-Brücken hat langjährige Erfahrung in der Förderung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit von ostdeutschen Vereinen und Initiativen. Sie berät interessierte Projektträger zudem auch bei der Antragstellung. Interessenten können sich direkt an die Stiftung Nord-Süd-Brücken, Greifswalder Str. 33a, 10405 Berlin, Tel. 030 – 421851385, E-Mail: info@nord-sued-bruecken.de wenden.

Hintergrund:
Der Freistaat Sachsen unterstützt seit 2017 entwicklungspolitische Projekte und Initiativen. Vor dem Hintergrund der von den Vereinten Nationen beschlossenen nachhaltigen Entwicklungsziele legten die Abgeordneten des Sächsischen Landtages mit Beschluss des neuen Doppelhaushaltes 2017/18 die Grundlage für eine neue Entwicklungspolitik des Freistaates. In den Jahren 2017 und 2018 stehen insgesamt jeweils 400.000 Euro für Entwicklungsprojekte im Ausland sowie für entwicklungspolitische Veranstaltungen und Bildungsmaßnahmen in Sachsen zur Verfügung.

Bereits im Juni überreichte Jaeckel einen Fördermittelbescheid über 200.000 Euro an den Arche noVa e. V. für das über zwei Jahre laufende Projekt „Schulbildung für die von der Syrienkrise betroffenen Kinder im Libanon“.

Dresden, Sächsische Staatskanzlei, 4 August 2017
Mosambik - Berufsbildung für sozial schwache Jugendliche: Hilfe zur Selbsthilfe

Tag 7: Mosambik - Berufsbildung für sozial schwache Jugendliche: Hilfe zur Selbsthilfe kommt auch aus Sachsen

Der siebte Tag ihrer Afrika-Reise führte Wirtschaftsminister Martin Dulig und seine 26-köpfige Delegation zunächst in eine Handwerksschule mit Internat des Salesianer-Ordens in einem der ärmsten Stadtviertel Maputos. An der Schule, die durch die deutsch-mosambikanische Gesellschaft gefördert wird, lernen 500 Schüler. Minister Dulig erkundigte sich unter anderem, welche Handwerksberufe in Mosambik gerade besonders gefragt sind, welche Perspektiven sich durch die Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt für die Jugendlichen ergeben und wie die Zusammenarbeit mit Deutschland aussieht. Bildung und berufliche Bildung sind Schwerpunkte der deutsch-mosambikanischen Entwicklungszusammenarbeit.

Arbeitsminister Martin Dulig: „Ich finde es total faszinierend, wie hier den jungen Menschen vor Ort geholfen wird, damit sie eine Perspektive haben. In Mosambik gibt es nur eine Schulpflich bis zur 6. Klasse. Und selbst die wird sehr locker gehandhabt. Viele Schüler gehen ohne Abschluss von der Schule. Häufig können sie nur schlecht oder gar nicht lesen und schreiben. Durch diese Schule bekommen vor allem die ärmsten Kinder die Möglichkeit, einen Beruf zu lernen und ihre Zukunft zu gestalten. Es ist wichtig, solche Wirtschaftshilfen zu leisten. Denn Hilfe zur Selbsthilfe ist noch immer das Wichtigste in einem so armen Land wie Mosambik.“

Generell hat die Delegation Bildung als Schwerpunkt für Mosambik ausgemacht. Minister Dulig: „Mosambik ist ein Land voller Chancen, aber auch voller Widersprüche. Sachsen arbeitete schon in den vergangenen Jahren beim Thema Ausbildung mit verschiedenen Partnern zusammen. Dies wollen wir intensivieren."

Von der Handelsschule reiste die Delegation von Maputo zunächst weiter ins südwestlich der Hauptstadt Maputo gelegene Boane, um dort das Kieswerk Sulbrita zu besichtigen. Mit recht einfacher Technik werden im nahen Steinbruch Felsbrocken gebrochen und anschließend zu Kiesen verschiedener Größe zerkleinert.

Von dort ging es weiter zum Staudamm Pequenos Libombos, der für die Wasserversorgung der Hauptstadt sehr wichtig ist. Minister Dulig: „Am Staudamm sah man sehr eindrucksvoll, wie wichtig Wasser in diesem Land ist. In Mosambik gibt es seit über eineinhalb Jahren eine Dürreperiode. Der Stausee ist mittlerweile nur noch zu 20 Prozent gefüllt – in Maputo herrscht daher bereits jetzt schon Wasserknappheit. Die zeigt, wie wichtig effizienter Umgang mit Trinkwasser ist, welches hier leider wegen einer veralteten Infrastruktur oft verschwendet wird. Auch an diesem Punkt können sächsische Firmen helfen.“

Am Nachmittag traf die Delegation auf Marcio Godoy, Landesdirektor des brasilianischen Bergbaukonzerns VALE. VALE ist mit weltweit über 80.000 Mitarbeiter neben der Rio Tinto Group und BHP Billiton eines der drei größten Bergbauunternehmen der Welt und seit längerem in Mosambik aktiv. Wirtschaftsminister Dulig erkundigte sich über Chancen und Risiken für ausländische Unternehmen, die in Mosambik investieren wollen.

Hintergrund:

Vom 5. – 12. April reist Wirtschaftsminister Martin Dulig mit einer Delegation aus Politik- und Unternehmensvertretern nach Südafrika und Mosambik. Schwerpunkt der Reise ist die Förderung von Absatz- und Kooperationsaktivitäten sächsischer Unternehmen und die Vertiefung bereits bestehender Kontakte in Mosambik und Südafrika in den Bereichen Bergbau, Rohstoffgewinnung und -verarbeitung sowie Energie- und Umwelttechnik und Maschinenbau. Stationen sind die Städte Johannesburg, Durban und Pretoria in Südafrika sowie Maputo in Mosambik. Neben Firmenbesuchen sind auch Gespräche mit offiziellen Vertretern, Netzwerkpartnern und Partneruniversitäten geplant.

Über die Reise berichten wird kontinuierlich auf dieser Website berichtet.

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 11 April 2017
Beschlussvorlage der Stadt Leipzig "2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung"

In der Sitzung des Leipziger Stadtrates am 18. Januar 2017 wurde mit großer Mehrheit der Beschlussvorlage zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) durch die Stadt Leipzig verabschiedet. Die Verwaltung wurde damit beauftragt, ergänzend zur Vorlage des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) eine Übersicht vorzulegen, wie die Handlungssschwerpunkte der SDG in Leipzig entweder im Rahmen des INSEK oder mit ergänzenden Maßnahmen und Projekten bearbeitet werden.

Die Beschlussvorlage mit dem Titel "2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene" finden Sie hier zum Download.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 19 Januar 2017
Plädoyer für den Blick über den Tellerrand - Tillich erinnert bei „Zukunftstour“ in Leipzig an die gemeinsame Verantwortung für unseren Planeten

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat dazu aufgerufen, gemeinsam Verantwortung für unsere Welt zu übernehmen und dabei auch immer wieder eigene Sichtweisen zu überdenken. „Was hilft, ist der Blick über den Tellerrand und das Denken und Handeln in Generationen“, sagte Tillich am Dienstag in Leipzig bei der Zukunftstour „Eine Welt“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Wie wichtig der Blick auf ´eine Welt´ ist, zeigt uns nicht nur der Umwelt- und Naturschutz, sondern ganz aktuell auch die Flüchtlingskrise. Es gibt eben auch die Welt meines Nächsten – der kann mein Nachbar sein oder am anderen Ende der Welt leben. Genau diese Perspektive rückt die Zukunftstour in den Mittelpunkt.“

Tillich regte in dem Zusammenhang eine Debatte über eine Erweiterung der sächsischen Nachhaltigkeitsstrategie an. So könnten beispielsweise Aspekte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit aufgenommen werden.

Eine große Rolle spielt in Sachsen bereits die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Beispiele dafür sind das vom Kultusministerium geförderte Programm der „Eine-Welt-Promotoren“ und der landesweite Projekttag „genial sozial – Deine Arbeit gegen Armut“ der Sächsischen Jugendstiftung. Tillich kündigte an, dass die Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter gestärkt und deshalb auch als fachübergreifende Erziehungs- und Bildungsaufgabe im neuen Schulgesetz verankert werden soll. „Wir wären damit das erste Bundesland, das diese Empfehlung der UNESCO-Kommission von 2007 umsetzt.“

Tillich erinnerte auch daran, dass in Sachsen der Begriff Nachhaltigkeit durch Hans-Carl von Carlowitz. geprägt worden war. Dieser hatte früh erkannt, dass die Forstwirtschaft für den Bergbau unverzichtbar ist und sich im damaligen Kurfürstentum Sachsen für eine Pflege und gezielte Aufforstung eingesetzt.

Mit Blick auf den Klimaschutz betonte Tillich, Sachsen stelle sich seiner Verantwortung und handele. „Ja, Sachsen ist Braunkohleland – aber es ist und kann viel mehr, vor allem im Bereich Energie-Effizienz und E-Mobilität.“

Hintergrund
Die Zukunftstour trägt die Ergebnisse des Zukunftscharta-Prozesses in die Bundesländer. Das Programm in Leipzig wurde in Kooperation mit dem Freistaat erarbeitet. Auf Einladung von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Ministerpräsident Stanislaw Tillich kamen Bürgerinnen und Bürger zusammen, um zu diskutieren, wie die im vergangenen Jahr beschlossenen Nachhaltigkeitsziele umgesetzt werden können und was jeder Einzelne ganz konkret dafür tun kann.

Sachsen, Staatskanzlei, 29 März 2016
Kathrin-Buhl-Preis für entwicklungspolitische Projekte 2015

In diesem Jahr vergibt die Stiftung Nord-Süd-Brücken zum zweiten Mal den Kathrin-Buhl-Preis für entwicklungspolitische Projekte. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis richtet sich an Vereine der entwicklungspolitischen Inlands- oder Auslandsarbeit.

Bewerben können sich entwicklungspolitisch tätige, eingetragene gemeinnützige Vereine aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

In dem abgeschlossenen Projekt sollten „Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe der Menschen eine herausragende konzeptionelle Rolle spielen“.

Die Bewerbungen müssen bis zum 15. September 2015 bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken eingereicht werden.

Weitere Informationen und Kontakt:
Stiftung Nord-Süd-Brücken
Greifswalder Straße 33a
10405 Berlin

Antje Bernhard oder Andreas Rosen
Tel.: 030 - 24 85 13 85
E-Mail: a.bernhard@nord-sued-bruecken.de; a.rosen@nord-sued-bruecken.de
Webseite: www.nord-sued-bruecken.de/assets/files/ausschreibung_kbp_2015.pdf

Stiftung Nord-Süd Brücken, 19 August 2015
Sachsen steigt ins Promotor/-innen-Programm ein

Was lange währt, wird endlich gut! Seit dem 1. Juli 2015 sind nun auch im Freistaat Sachsen zwei Akteure unterwegs, die über das Eine Welt-Promotor/-innen-Programm arbeiten. Das Promotor/-innen-Programm fördert innovative, kreative und breitenwirksame Eine Welt-Ansätze in Deutschland – systematisch und praxisorientiert. Die flächendeckende Präsenz entwicklungspolitischer Bildungsarbeit stärkt die Regionen und somit auch den ländlichen Raum. Nicht zuletzt deshalb hat sich die Staatsregierung aufgemacht, in dieses Programm zu investieren.

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus, u. a. auch verantwortlich für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im vorschulischen, schulischen und außerschulischen Bereich, hat dazu mit Vertreter/-innen des Entwicklungspolitischen Netzwerkes Sachsen ausgelotet, welche Bedarfslagen es gibt und welche thematischen Schwerpunkte relevant sind.

Der Fokus in Sachsen wird künftig auf BNE und dem Globalen Lernen liegen. Dabei wird es auch um eine stärkere Vernetzung mit den vorhandenen Instrumenten gehen, beispielhaft zu nennen sind hier das Projekt „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“, das Bildungs-Portal www.bne-sachsen.de und die Fortbildungen zum „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“.

Sächsisches Staatsministerium für Kultus, 6 Juli 2015
Aktion „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“ zur Förderung von sächsischen entwicklungspolitischen Initiativen

Die Jugendsolidaritätsaktion „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“ bietet entwicklungspolitischen Vereinen und Initiativen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Möglichkeit einer finanziellen Förderung aus den Mitteln der Aktion „genialsozial 2015“ für Projekte im Ausland. Die Bewerber/-innen sollten in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sein und über zuverlässige Partner im jeweiligen Projektland verfügen.

Eine kurze Interessenbekundung sowie eine Skizze des Projektvorhabens können bis zum 15. September 2014 eingereicht werden.

Im Anschluss wird dann der Antrag auf Förderung mit den entsprechenden Anlagen ausgefüllt und bis zum 31. Oktober 2014 per Email, Fax oder Post eingesendet. Antragsformular und Anlagen können hier heruntergeladen werden. Das maßgebliche Entscheidungsgremium besteht aus Schüler/-innen aus Sachsen, die im Januar 2015 über die Anträge abstimmen werden.

Sachsen, Sächsische Jugendstiftung, 19 August 2014
Sukuma Award – Kreative Kinospot-Ideen zur Verarbeitung von Elektronik gesucht

Mit dem Wandel des Handys vom Luxusgut zum schnelllebigen Massenprodukt wachsen der Ressourcenbedarf, die Elektroschrottberge und Umweltprobleme sowie die Arbeitsrechtsverletzungen bei der Produktion. Fairphone ist eine erste Alternative, aber was für andere Möglichkeiten gibt es? Zu dieser Thematik ist es möglich, bis zum 20. Juli eine kreative Kinospot-Idee bei Sukuma arts e.V. einzureichen und am Wettbewerb teilzunehmen. Einsendungen sind aus Dresden, Chemnitz und Leipzig möglich, Vorkenntnisse sind für die Teilnehmenden nicht erforderlich. Zu gewinnen ist die professionelle Produktion des Kinospots.

Im Anschluss werden die Spots in den Kinos sowie online verbreitet. Ideen können online hier eingereicht werden. Der Sukuma Award will damit Probleme und Alternativen rund um die alltägliche Nutzung von Handys bekannter machen. Darum lautet deren Devise: Handys länger nutzen, reparieren, gebraucht (ver-)kaufen sowie richtig recyceln. In dem Sinne sollen die Spots-Ideen entstehen und eingereicht werden. Durch den Preis sollen die Menschen angeregt werden, sich kreativ mit dem Thema der Nachhaltigkeit im Alltag auseinanderzusetzen.

Sukuma arts e.V, 24 Juni 2014
Online Portal freigeschalten

Kinder und Jugendliche bis hin zu Senioren sollen künftig noch besser auf Herausforderungen der globalen Entwicklung vorbereitet werden. Deshalb haben sich das Sächsische Staatsministerium für Kultus, das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen e. V. und die bundesweit wirkende Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen zusammengeschlossen und gemeinsam das Portal www.bne-sachsen.de entwickelt. Darin sind Medien, E-Learning-Angebote und (außer)schulische Bildungsangebote zum Thema Globalisierung und nachhaltige Entwicklung (BNE) zu finden. So sollen z. B. Lehrkräfte leichter als bisher Zugang zu den BNE-Angeboten zu erhalten.

Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e. V., 28 Mai 2014