Pressemitteilungen

Beschlussvorlage der Stadt Leipzig "2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung"

In der Sitzung des Leipziger Stadtrates am 18. Januar 2017 wurde mit großer Mehrheit der Beschlussvorlage zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) durch die Stadt Leipzig verabschiedet. Die Verwaltung wurde damit beauftragt, ergänzend zur Vorlage des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) eine Übersicht vorzulegen, wie die Handlungssschwerpunkte der SDG in Leipzig entweder im Rahmen des INSEK oder mit ergänzenden Maßnahmen und Projekten bearbeitet werden.

Die Beschlussvorlage mit dem Titel "2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene" finden Sie hier zum Download.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 19 Januar 2017
Plädoyer für den Blick über den Tellerrand - Tillich erinnert bei „Zukunftstour“ in Leipzig an die gemeinsame Verantwortung für unseren Planeten

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat dazu aufgerufen, gemeinsam Verantwortung für unsere Welt zu übernehmen und dabei auch immer wieder eigene Sichtweisen zu überdenken. „Was hilft, ist der Blick über den Tellerrand und das Denken und Handeln in Generationen“, sagte Tillich am Dienstag in Leipzig bei der Zukunftstour „Eine Welt“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Wie wichtig der Blick auf ´eine Welt´ ist, zeigt uns nicht nur der Umwelt- und Naturschutz, sondern ganz aktuell auch die Flüchtlingskrise. Es gibt eben auch die Welt meines Nächsten – der kann mein Nachbar sein oder am anderen Ende der Welt leben. Genau diese Perspektive rückt die Zukunftstour in den Mittelpunkt.“

Tillich regte in dem Zusammenhang eine Debatte über eine Erweiterung der sächsischen Nachhaltigkeitsstrategie an. So könnten beispielsweise Aspekte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit aufgenommen werden.

Eine große Rolle spielt in Sachsen bereits die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Beispiele dafür sind das vom Kultusministerium geförderte Programm der „Eine-Welt-Promotoren“ und der landesweite Projekttag „genial sozial – Deine Arbeit gegen Armut“ der Sächsischen Jugendstiftung. Tillich kündigte an, dass die Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter gestärkt und deshalb auch als fachübergreifende Erziehungs- und Bildungsaufgabe im neuen Schulgesetz verankert werden soll. „Wir wären damit das erste Bundesland, das diese Empfehlung der UNESCO-Kommission von 2007 umsetzt.“

Tillich erinnerte auch daran, dass in Sachsen der Begriff Nachhaltigkeit durch Hans-Carl von Carlowitz. geprägt worden war. Dieser hatte früh erkannt, dass die Forstwirtschaft für den Bergbau unverzichtbar ist und sich im damaligen Kurfürstentum Sachsen für eine Pflege und gezielte Aufforstung eingesetzt.

Mit Blick auf den Klimaschutz betonte Tillich, Sachsen stelle sich seiner Verantwortung und handele. „Ja, Sachsen ist Braunkohleland – aber es ist und kann viel mehr, vor allem im Bereich Energie-Effizienz und E-Mobilität.“

Hintergrund
Die Zukunftstour trägt die Ergebnisse des Zukunftscharta-Prozesses in die Bundesländer. Das Programm in Leipzig wurde in Kooperation mit dem Freistaat erarbeitet. Auf Einladung von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Ministerpräsident Stanislaw Tillich kamen Bürgerinnen und Bürger zusammen, um zu diskutieren, wie die im vergangenen Jahr beschlossenen Nachhaltigkeitsziele umgesetzt werden können und was jeder Einzelne ganz konkret dafür tun kann.

Sachsen, Staatskanzlei, 29 März 2016
Kathrin-Buhl-Preis für entwicklungspolitische Projekte 2015

In diesem Jahr vergibt die Stiftung Nord-Süd-Brücken zum zweiten Mal den Kathrin-Buhl-Preis für entwicklungspolitische Projekte. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis richtet sich an Vereine der entwicklungspolitischen Inlands- oder Auslandsarbeit.

Bewerben können sich entwicklungspolitisch tätige, eingetragene gemeinnützige Vereine aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

In dem abgeschlossenen Projekt sollten „Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe der Menschen eine herausragende konzeptionelle Rolle spielen“.

Die Bewerbungen müssen bis zum 15. September 2015 bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken eingereicht werden.

Weitere Informationen und Kontakt:
Stiftung Nord-Süd-Brücken
Greifswalder Straße 33a
10405 Berlin

Antje Bernhard oder Andreas Rosen
Tel.: 030 - 24 85 13 85
E-Mail: a.bernhard@nord-sued-bruecken.de; a.rosen@nord-sued-bruecken.de
Webseite: www.nord-sued-bruecken.de/assets/files/ausschreibung_kbp_2015.pdf

Stiftung Nord-Süd Brücken, 19 August 2015
Sachsen steigt ins Promotor/-innen-Programm ein

Was lange währt, wird endlich gut! Seit dem 1. Juli 2015 sind nun auch im Freistaat Sachsen zwei Akteure unterwegs, die über das Eine Welt-Promotor/-innen-Programm arbeiten. Das Promotor/-innen-Programm fördert innovative, kreative und breitenwirksame Eine Welt-Ansätze in Deutschland – systematisch und praxisorientiert. Die flächendeckende Präsenz entwicklungspolitischer Bildungsarbeit stärkt die Regionen und somit auch den ländlichen Raum. Nicht zuletzt deshalb hat sich die Staatsregierung aufgemacht, in dieses Programm zu investieren.

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus, u. a. auch verantwortlich für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im vorschulischen, schulischen und außerschulischen Bereich, hat dazu mit Vertreter/-innen des Entwicklungspolitischen Netzwerkes Sachsen ausgelotet, welche Bedarfslagen es gibt und welche thematischen Schwerpunkte relevant sind.

Der Fokus in Sachsen wird künftig auf BNE und dem Globalen Lernen liegen. Dabei wird es auch um eine stärkere Vernetzung mit den vorhandenen Instrumenten gehen, beispielhaft zu nennen sind hier das Projekt „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“, das Bildungs-Portal www.bne-sachsen.de und die Fortbildungen zum „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“.

Sächsisches Staatsministerium für Kultus, 6 Juli 2015
Aktion „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“ zur Förderung von sächsischen entwicklungspolitischen Initiativen

Die Jugendsolidaritätsaktion „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“ bietet entwicklungspolitischen Vereinen und Initiativen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Möglichkeit einer finanziellen Förderung aus den Mitteln der Aktion „genialsozial 2015“ für Projekte im Ausland. Die Bewerber/-innen sollten in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sein und über zuverlässige Partner im jeweiligen Projektland verfügen.

Eine kurze Interessenbekundung sowie eine Skizze des Projektvorhabens können bis zum 15. September 2014 eingereicht werden.

Im Anschluss wird dann der Antrag auf Förderung mit den entsprechenden Anlagen ausgefüllt und bis zum 31. Oktober 2014 per Email, Fax oder Post eingesendet. Antragsformular und Anlagen können hier heruntergeladen werden. Das maßgebliche Entscheidungsgremium besteht aus Schüler/-innen aus Sachsen, die im Januar 2015 über die Anträge abstimmen werden.

Sachsen, Sächsische Jugendstiftung, 19 August 2014
Sukuma Award – Kreative Kinospot-Ideen zur Verarbeitung von Elektronik gesucht

Mit dem Wandel des Handys vom Luxusgut zum schnelllebigen Massenprodukt wachsen der Ressourcenbedarf, die Elektroschrottberge und Umweltprobleme sowie die Arbeitsrechtsverletzungen bei der Produktion. Fairphone ist eine erste Alternative, aber was für andere Möglichkeiten gibt es? Zu dieser Thematik ist es möglich, bis zum 20. Juli eine kreative Kinospot-Idee bei Sukuma arts e.V. einzureichen und am Wettbewerb teilzunehmen. Einsendungen sind aus Dresden, Chemnitz und Leipzig möglich, Vorkenntnisse sind für die Teilnehmenden nicht erforderlich. Zu gewinnen ist die professionelle Produktion des Kinospots.

Im Anschluss werden die Spots in den Kinos sowie online verbreitet. Ideen können online unter www.sukuma-award.de/teilnahme/ eingereicht werden. Der Sukuma Award will damit Probleme und Alternativen rund um die alltägliche Nutzung von Handys bekannter machen. Darum lautet deren Devise: Handys länger nutzen, reparieren, gebraucht (ver-)kaufen sowie richtig recyceln. In dem Sinne sollen die Spots-Ideen entstehen und eingereicht werden. Durch den Preis sollen die Menschen angeregt werden, sich kreativ mit dem Thema der Nachhaltigkeit im Alltag auseinanderzusetzen.

Sukuma arts e.V, 24 Juni 2014
Online Portal freigeschalten

Kinder und Jugendliche bis hin zu Senioren sollen künftig noch besser auf Herausforderungen der globalen Entwicklung vorbereitet werden. Deshalb haben sich das Sächsische Staatsministerium für Kultus, das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen e. V. und die bundesweit wirkende Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen zusammengeschlossen und gemeinsam das Portal www.bne-sachsen.de entwickelt. Darin sind Medien, E-Learning-Angebote und (außer)schulische Bildungsangebote zum Thema Globalisierung und nachhaltige Entwicklung (BNE) zu finden. So sollen z. B. Lehrkräfte leichter als bisher Zugang zu den BNE-Angeboten zu erhalten.

Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e. V., 28 Mai 2014