Pressemitteilungen

Landtag verabschiedet die Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit

In seiner letzten Plenarsitzung dieser Legislaturperiode hat der saarländische Landtag am 15. März 2017 einstimmig die „Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit“ fraktionsübergreifend verabschiedet (Drucksache 15/2113). Die neuen Leitlinien, die im Dialog mit entwicklungspolitisch tätigen Nichtregierungsorganisationen erarbeitet wurden, orientieren sich an den von der UN-Vollversammlung 2015 verabschiedeten Globalen Nachhaltigkeitszielen und sollen als Grundlage für das künftige entwicklungspolitische Handeln des Saarlandes dienen. Sie stellen Grundsätze und Handlungsfelder der saarländischen Entwicklungspolitik dar und zeigen auf, in welchen Ressorts auch die Landespolitik Bezugspunkte zu entwicklungspolitisch relevanten Themen und Entscheidungen aufweist: sei es in der Wirtschaft und Landwirtschaft, in der öffentlichen Beschaffung, im Umwelt- und Klimaschutz, in der internationalen Partnerschaftsarbeit, in der Migrations- und Integrationspolitik oder in der Bildung.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 20 März 2017
Nachhaltigkeitskampagne vernetzt Initiativen für nachhaltige Entwicklung

Unter dem Titel „SaarlandÜberMorgen – Innovationen für Nachhaltigkeit“ bot das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland am 2. März 2017 eine erste Veranstaltung zur Vorstellung und Vernetzung von zwanzig saarländischen Nachhaltigkeitsinitiativen. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Kampagne „Verantwortung und Nachhaltigkeit – Mach mit!“ statt, die von der Staatskanzlei des Saarlandes, der Deutschen Telekom und dem Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland gemeinsam getragen wird. Das Treffen, das zugleich der Auftakt zur Zielgruppen- und Themenerweiterung der Kampagne bildete, zeigte die Bandbreite der Projekte, Vereine, Initiativen oder Unternehmen auf, die sich im Saarland für nachhaltige Entwicklung auf lokaler und globaler Ebene engagieren – und wie facettenreich „Nachhaltigkeit“ ist. In einem Podiumsgespräch mit Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer wurden Möglichkeiten der Förderung von mehr Nachhaltigkeit im Saarland thematisiert. Die Veranstaltung „SaarlandÜberMorgen“ bot die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, sich inspirieren zu lassen und mögliche Kooperationen in die Wege zu leiten.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 März 2017
Vorstellung von saarländischen Nachhaltigkeitsinitiativen

Unter dem Titel „SaarlandÜberMorgen“ findet am 2. März 2017 im Rahmen der Nachhaltigkeitskampagne „Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mach mit!“ im Saarland eine Veranstaltung zur Vorstellung und Vernetzung zahlreicher saarländischer Nachhaltigkeitsinitiativen statt. Dabei sollen regionale Initiativen, Projekte, Geschäftsmodelle und Geschäftsideen aus verschiedenen Bereichen (insb. Social Entrepreneurship, NRO und Wissenschaft) vorgestellt werden, die sich allesamt dem Gedanken der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Im Anschluss ist eine Podiumsdiskussion, unter anderem mit Beteiligung von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, vorgesehen. Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm gibt es hier. Die Kampagne „Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mach mit!“ wurde 2014 von der saarländischen Landesregierung unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ins Leben gerufen. Die praktische Durchführung übernahm das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. (NES) im Jahr 2016.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 Februar 2017
IM FOKUS: SDG Nr. 4: Das Engagement des Saarlandes

IM FOKUS: SDG Nr. 4: Die Gewährleistung von inklusiver, gerechter und hochwertiger Bildung – das Engagement des Saarlandes

Bildung ist der Schlüssel für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft – und ist damit eines der wichtigsten Ziele der Sustainable Development Goals (SDG). Dabei gilt es, „inklusive, gerechte und hochwertige Bildung zu gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle Menschen zu fördern.“ Das Land Saarland zeigt, wie die Umsetzung des SDG Nr. 4 auf Länderebene in Deutschland gefördert werden kann.

Inklusive und gerechte Bildung

Das gemeinsame Leben und Lernen und die individualisierte Bildung und Erziehung aller Kinder und Jugendlichen ist Prinzip der gesamten Bildungsarbeit und Ziel eines inklusiven Bildungssystems.

Jedes Kind und jeder Jugendliche hat das Recht im Rahmen seiner Begabungen und Fähigkeiten individuell gefördert und unterstützt zu werden. Im Saarland wird der Ausbau, auch des ganztägigen Lernangebotes, beständig vorangetrieben: Die Verordnung zur inklusiven Unterrichtung und besonderen pädagogischen Förderung (Inklusionsverordnung) sowie zur Änderung von Verordnungen auf dem Gebiet des Schulrechts ist seit dem 3. August 2015 in Kraft.

Inklusive und gerechte Bildung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung

Inklusive und gerechte Bildung ist eine lebenslange Herausforderung und orientiert sich immer stärker – im Sinne der Ressourcenschonung und Balance zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen – an den Maximen nachhaltiger Entwicklung. Die systematische Berücksichtigung und Vermittlung von Nachhaltigkeitskompetenzen in allen Lern- und Lebensphasen spielt dabei eine wichtige Rolle: Zentrale Aufgaben des Landes sind dabei Bildung und Erziehung durch Kompetenzvermittlung.

Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung stellt schon seit vielen Jahren eine der zentralen Aufgaben der saarländischen Landesregierung dar, um das Denken in globalen Zusammenhängen und verantwortliches Handeln in Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu verankern. Hierzu arbeitet das Land eng mit dem Landesnetzwerk Entwicklungspolitik Saarland (NES) und etlichen Nichtregierungsorganisationen des Landes zusammen.

Das Zentrum BNE betreut ein Netzwerk von inzwischen mehr als 50 Schulen, die sich für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung engagieren. Bei Bedarf können Kooperationspartner aus dem außerschulischen Bereich, wie z. B. Umwelt- und Naturschutzverbände, aber auch aus der Wirtschaft vermittelt werden. Das BNE-Netzwerk Saarland ist Zusammenschluss von freien Trägern und Vertretern staatlicher Akteure, die die ganze Bandbreite der Bildung für nachhaltige Entwicklung abdecken und sich der Vermittlung von Nachhaltigkeitsthemen im Saarland widmen. Aufgabe des Zentrums BNE ist die Implementierung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im saarländischen Schulsystem sowie die Vernetzung saarländischer Schulen mit BNE-Partner/-innen inner- und außerhalb des Saarlandes.

Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Im Fokus".

Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik, 30 Januar 2017
Richtlinien zur Förderung von entwicklungspolitischen Projekten

Richtlinien des Ministeriums für Bildung und Kultur des Saarlandes zur Gewährung von Zuwendungen für die Förderung von Projekten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit

Im Rahmen der Bund-Länder-Arbeit fördert das Saarland saarländische Nichtregierungsorganisationen zur Umsetzung von Projekten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Die bisher geltenden Richtlinien des Ministeriums für Bildung und Kultur zur Gewährung von Zuwendungen für die Förderung von Projekten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit wurden überarbeitet und sind im Amtsblatt des Saarlandes erschienen. Diese treten in Folge am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft. Die neu überarbeiteten Richtlinien sehen nunmehr – im Sinne einer modernen Entwicklungspolitik und im Einklang mit den SDGs sowie der Agenda 2030  – neben der Förderung von Auslandsprojekten im Globalen Süden auch die Möglichkeit der Förderung inländischer Projekte vor. Voraussetzung der Förderung von Inlandsprojekten ist, dass es sich um Projekte der schulischen, beruflichen und hochschulischen Bildung, um außerschulische Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche, um Weiterbildungs- und Erwachsenenbildungsprojekte oder um entwicklungspolitische Maßnahmen und Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit handelt.

Auslandsprojekte im Globalen Süden können gefördert werden, wenn  sie beitragen, die wirtschaftliche und soziale Situation armer oder sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen im Zielland zu verbessern, die Selbsthilfeanstrengungen dieser Gruppen wirkungsvoll unterstützen, Menschen im Zielland in die Lage versetzen, Bildungs- und Qualifizierungsangebote wahrzunehmen (z. B. Baumaßnahmen), die Menschen im Zielland in die Lage versetzen, wirtschaftlich tätig zu sein und so selbständig ihren Lebensunterhalt zu verdienen, die der Gleichstellung dienen, die der Erhaltung oder Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts dienen oder  die der Sicherung der Menschenrechte zuträglich sind.

An der Tatsache, dass der Beirat Entwicklungszusammenarbeit das Ministerium bei der Entscheidung über die Vergabe von Zuwendungen berät, wird weiterhin festgehalten, da dieses Verfahren sich in den vergangenen Jahren als sehr effektiv und gewinnbringend dargestellt hat. Die entsprechenden Dokumente stehen voraussichtlich ab dem 16. Dezember 2016 auf dem Themenportal Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes bereit.  Die Antragsunterlagen sind in doppelter Ausführung bis spätestens zum 31. Dezember des Vorjahres zum Haushaltsjahr der Förderung beim Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes einzureichen.

Weiterführende Informationen: Katrin Frey, Referat B5, Tel.: 0681-501-7923, k.frey@bildung.saarland.de

Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, 8 Dezember 2016
Was ist fair am Handel? Auftakt am 29. November im Rathausfestsaal Saarbrücken

Vortrags- und Dialogreihe zur Weltwirtschaft startet mit hochkarätigen Experten

Am Dienstag, den 29. November um 18 Uhr startet im Rathausfestsaal Saarbrücken eine fünfteilige Vortrags- und Dialogreihe zum Thema "Was ist fair am Handel? Einblicke in Aspekte der Weltwirtschaft". Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und im Kontext der Auszeichnung der Stadt Saarbrücken als „Hauptstadt des fairen Handels“ wird die Reihe vom Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e. V. in Kooperation mit der Außenstelle Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland der Engagement Global und der Landeshauptstadt Saarbrücken in der Zeit von November 2016 bis Juni 2017 angeboten.

Die Auftaktveranstaltung am 29. November mit dem Titel: „Globaler Handel – Läuft da was nicht rund? Einblick in alte und neue Mechanismen des Welthandelssystems“ bietet Impulsvorträge von Dr. Jürgen Wiemann und Tobias Reichert, zwei hochkarätigen Handels- und Entwicklungsexperten. Ihre Vorträge werden unter anderem folgende Fragen beleuchten: Wie hat sich die Weltwirtschaft entwickelt und was zeichnet sich im Kontext von Brexit und Trump-Wahl ab? Wie wirkt Welthandel auf Länder weltweit und auf das Saarland? Was ist an den Mechanismen der Weltwirtschaft ungerecht? Wie können wir zu einem gerechteren Welthandel beitragen?

Dr. Jürgen Wiemann ist Vizepräsident der European Association of Development Research and Training Institutes (EADI), dem führenden europäischen Netzwerk im Bereich Entwicklungspolitische Forschung und Ausbildung. Bis 2009 war er stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), dem er weiterhin verbunden ist. Tobias Reichert ist Referent und Teamleiter für Welternährung, Landnutzung und Handel bei der Organisation Germanwatch e.V., die sich auf Bundesebene für globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit engagiert.

Nach dem Vortrag diskutieren lokale Akteure über ihre jeweilige Rolle im Welthandel und darüber, wie sie zu einer gerechteren Weltwirtschaft beitragen können. Unter anderem mit dabei sind Frau Margriet Zieder-Ripplinger, Abgeordnete im Landtag des Saarlandes und Vorsitzende des Ausschusses für Europa und Fragen des Interregionalen Parlamentarierrates, Thomas Brück, Dezernent für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Umwelt der Stadt Saarbrücken sowie Thomas Schulz, Vertreter des „Saar-Bündnis für fairen Welthandel“. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich an der interaktiven Diskussion zu beteiligen.

Nach dieser einführenden Veranstaltung werden am 17. Januar, im März und im Mai drei weitere Veranstaltungen anhand verschiedener Handelsbereiche veranschaulichen, wo Handel unfair ist und wie er fairer gestaltet werden könnte. Die Abschlussveranstaltung im Juni wird alle gesammelten Ideen bündeln und Perspektiven für eine gerechtere Weltwirtschaft aufzeigen.

Alle Veranstaltungen finden im Rathausfestsaal der Stadt Saarbrücken statt. Weitere Informationen zur gesamten Reihe sind hier zu finden. Anmeldungen sind an welthandel@nes-web.de erwünscht, aber nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur Auftaktveranstaltung finden Sie hier.

Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland (NES), 21 November 2016
NES übernimmt Projektbüro der Nachhaltigkeitskampagne der Landesregierung

Die operative Durchführung der Kampagne „Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mach mit!“, die mit Fokus auf Handyrecycling und Ressourcenschutz von der Landesregierung des Saarlandes mit vielen Kooperationspartnern seit 2014 durchgeführt wird, wurde im Rahmen des „Mitmacher-Treffens 2016“ am 7. Oktober offiziell an das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland übertragen. So bleibt die erfolgreiche Kampagne kein kurzlebiges Projekt, sondern wird weitergeführt, erweitert und – ganz getreu dem Kampagnenziel – in nachhaltige Strukturen überführt.

Vor zahlreichen Gästen, Kooperationspartnern und Mitmachern wurden in der Festhalle der Staatskanzlei diverse Projektbeispiele vorgestellt, die die zahlreichen Umsetzungsmöglichkeiten der Kampagne veranschaulichten. Viele Schulklassen, aber auch andere Gruppen im ganzen Saarland haben in den letzten zwei Jahren fleißig alte kaputte Handys zum Ressourcenschutz gesammelt, im Rahmen von Workshops Handys demontiert und ihre Komponenten kennengelernt, und sich unter Anleitung von Fachreferenten über Problematiken rund um die Handyproduktion informiert. Dabei konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise über kriegerische Auseinandersetzungen im Kongo infolge des Coltan-Abbaus oder die Umweltzerstörung und Gesundheitsbelastungen durch den Export von Elektroschrott nach Ghana erfahren. Auch die im Juni 2016 von NES zusammen mit der Staatskanzlei durchgeführte Zukunftswerkstatt mit dem Titel „Wem gehört die Welt? Ressourcenschutz und Ressourcengerechtigkeit“ wurde durch Jean-Philippe Baum von NES vorgestellt.

Anschließend betonte Ministerpräsidentin und Schirmherrin Annegret Kramp-Karrenbauer, dass es ihr wichtig gewesen sei, die erfolgreiche Kampagne, die viele Partner gewinnen konnte, nicht als Eintagsfliege zu belassen, sondern unter Einbindung einer zivilgesellschaftlichen Gruppierung in eine nachhaltige und dauerhafte Struktur zu übertragen, mit dem Ziel die Kampagne in Zukunft auf weitere Ressourcenthemen zu erweitern und damit noch mehr Menschen zu erreichen. Das Saarland eigne sich aufgrund seiner Größe eben gut dafür, innovative Projekte in einem Mikrokosmos flächendeckend zu verankern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland (NES), 7 Oktober 2016
Neubesetzung des Beirates Entwicklungszusammenarbeit

Der für Entwicklungspolitik zuständige saarländische Minister Ulrich Commerçon hat den aus fünf Mitgliedern bestehenden „Beirat Entwicklungszusammenarbeit“ turnusgemäß neu besetzt. 

Die konstituierende Sitzung des Beirats, bei welcher Minister Ulrich Commerçon die neuen Mitglieder offiziell in ihr Amt berufen hat, fand am 29.8.2016 im Ministerium für Bildung und Kultur statt.

Der Beirat Entwicklungszusammenarbeit besteht aus fünf Mitgliedern, die das Ministerium für Bildung und Kultur für jeweils 2 Jahre beruft. Die Berufung erfolgt unter Berücksichtigung begründeter Vorschläge aus dem Kreis der potentiellen Zuwendungsempfänger. Die Mitglieder stammen aus den Bereichen der Nichtregierungsorganisationen (NRO) und der Kirchen. Die Mitglieder beraten das Ministerium bei der Bewilligung von Anträgen saarländischer Nichtregierungsorganisationen (NRO) für entwicklungspolitische Projekt- und Programmaktivitäten.

Der Beirat prüft anhand formaler Kriterien der bisher gültigen Richtlinien des Ministeriums für Bildung und Kultur zur Gewährung von Zuwendungen für die Förderung von Projekten in Entwicklungsländern die eingegangenen Anträge.

Die Arbeit mit dem bisherigen Beirat Entwicklungszusammenarbeit in seiner Zusammenstellung war sehr offen, konstruktiv und wertschätzend. Auch bei der Erarbeitung der Überarbeitung der Förderrichtlinien und der Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes haben sie sich aktiv eingebracht.
 
Im Amtsblatt des Saarlandes, Teil 2 vom 14. Januar 2016 wurde nun der Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für die Neubesetzung des Beirats Entwicklungszusammenarbeit veröffentlicht. Insgesamt wurden zehn Personen vorgeschlagen. Folgende Personen wurden für die Neubesetzung ausgewählt:

  • Rolf Rüdiger Burkart, Kirchenkreis Saar-Ost
  • Hans Jürgen Gärtner, Netzwerk Entwicklungspolitik Saar
  • Isabelle Kiehn, Kinderhilfe Chillan
  • Karin Lawall, Sulzbach hilft Benin
  • Roland Röder, Aktion 3. Welt Saar
Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, 31 August 2016
Das Finale der Zukunftstour 2015/2016 in Saarbrücken

Unter dem Leitgedanken „Global und nachhaltig wirtschaften“ fand am 12. Juli 2016 die letzte Station der ZukunftsTour 2016/2016 im E-Werk in Saarbrücken statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und die Frage, welchen Beitrag das Land Saarland zur Agenda leisten kann. Über 600 Besucher/-innen konnten sich während der Veranstaltung dazu informieren. In der Zukunftswerkstatt fanden zahlreiche Workshops, Ausstellungen und Filmvorführungen statt. In diesem Rahmen stellten die 16 Deutschen Länder in einer Lernstation ihre Partnerschaften und ihr entwicklungspolitisches Engagement vor. Schüler/-innen und Interessierte bekamen somit Einblicke in die entwicklungspolitischen Ziele und Aktivitäten der Länder und erfuhren, wie sie sich selbst engagieren können. Unterstützt wurden die Länder dabei vom World University Service (WUS), die bei der ZukunftsTour in Saarbrücken die Lernstation zur Entwicklungspolitik der Deutschen Ländern betreute und vielfältige Informationen und Mitmachaktionen rund um das Thema Entwicklungspolitik  für  Jung  und  Alt angeboten haben. In der Politikarena diskutierten Gunther Beger, Abteilungsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), und die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bildungsminister Ulrich Commerçon sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Seit 2015 ist die Zukunftstour in Deutschland unterwegs und erreichte in Saarbrücken die Endstation.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 Juli 2016
Entwicklungspolitische Bildungstage 2016 (EPOBITS)

Im Rahmen des Projektes „Globales Lernen macht Schule“ des Netzwerks Entwicklungspolitik Saarland finden vom 20. Juni bis 15. Juli 2016 die „Entwicklungspolitischen Bildungstage im Saarland“ (EPOBITS) statt. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene und hat als thematischen Schwerpunkt „Wirtschaft“. Grundlegende Fragen zu derzeitig vorherrschenden Wirtschaftssystemen und ihren Funktionsmechanismen sowie den damit einhergehenden sozialen und ökologischen Auswirkungen auf Mensch und Natur sollen kritisch erörtert werden. Schulen und außerschulische Bildungsträger können mehrere Angebote - auch in Kombination - buchen. Der zeitliche und inhaltliche Umfang wird dabei individuell abgesprochen und angepasst, er kann zwischen 2 Stunden und einer Projektwoche variieren. Die Angebote ab Klassenstufe 8 zielen auch darauf, einzelne Schüler/-innen als Botschafter/-innen für eine Gesprächsrunde im Rahmen der „Zukunftstour“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am 12. Juli 2016 im E-Werk in Saarbrücken zu gewinnen. Die Zukunftstour dient der Diskussion der sogenannten Agenda 2030, die auf eine global nachhaltige Entwicklung zielt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 Juni 2016
Nachhaltigkeitskampagne - Ministerpräsidentin besucht Schüler/-innenn der Zukunftswerkstatt

Die Zukunftswerkstatt wird im Rahmen der Kampagne „Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mach mit!“ in Zusammenarbeit von  Staatskanzlei und Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) durchgeführt. Als Teil der europäischen Nachhaltigkeitswoche behandelt die Zukunftswerkstatt Themen wie zum Beispiel nachhaltig hergestellte Produkte aus regionaler Produktion  oder den effizienten Einsatz von Energien im Bereich der Infrastruktur. Präsentiert werden die Ergebnisse am 12. Juli im Saarbrücker E-Werk.

„Die Nachhaltigkeitskampagne setzt genau richtig an“, sagt Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, „wir sensibilisieren junge Menschen für einen schonenden und gerechten Umgang mit Ressourcen und eine fairere Verteilung. Ich halte es für sehr wichtig, dass sich die jungen Menschen schon früh mit diesen Nachhaltigkeitsthemen kritisch auseinandersetzen und eigene Vorschläge einbringen. Für sie und mit ihnen bauen wir die Welt von morgen auf.“

Die Zukunftswerkstatt unter dem Titel  „Wem gehört die Welt? - Ressourcenschutz und Ressourcengerechtigkeit“ beruht auf einem bewährten, mehrstufigen didaktischen Konzept. Mittels interaktiven Methoden des „Globalen Lernens“ lernen die Schülerinnen und Schüler die globalen Herausforderungen dieser Zeit kennen – und zu hinterfragen. Dabei werden zum Beispiel vorherrschende Konsum-Muster und der mit dem persönlichen Lebensstil einhergehende Ressourcenverbrauch thematisiert. Zum Abschluss entwickeln die Jugendlichen in Kleingruppen Visionen, konkrete Ideen und Vorschläge für das tägliche Leben.

Die Schülerinnen und Schüler stammen vom Arnold Janssen-Gymnasium St. Wendel, dem Von der Leyen-Gymnasium Blieskastel, der Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule Dillingen, dem Warndt-Gymnasium Völklingen, der Förderschule Lernen Wadern-Noswendel, dem Kaufmännischen Berufsbildungszentrum Neunkirchen sowie der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule Losheim.

Saarland, Ministerpräsidentin und Staatskanzlei, 2 Juni 2016
Zukunftstour in Saarbrücken am 12. Juli 2016

Das Thema Nachhaltigkeit steht bei der Zukunftstour in Saarbrücken im Fokus. Diese wird am 12. Juli 2016 von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im E-Werk Saarbrücken veranstaltet. Neben der Zukunftswerkstatt, bei der sich die Schüler/-innen bei Workshops und Vorträgen mit Nachhaltigkeitsthemen auseinandersetzen, wird die „Politikarena“ angeboten. Dort setzen sich Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und der Minister für Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes, Ulrich Commerçon, mit globalen Zukunftsfragen auseinander. Die Teilnehmer/-innen werden angeregt, sich mit Fragen nach der Herkunft ihrer Smartphones, Kleidung und Lebensmittel zu beschäftigen.

Im Fokus steht außerdem die Frage, welchen Beitrag das Saarland zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 leisten kann. Die Veranstaltung verdeutlicht den Jugendlichen den Zusammenhang zwischen Konsum und Umwelt und ermutigt zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Schüler/-innen ab der 9. Klasse sind herzlich eingeladen die Workshops und Vorträge zu besuchen. Eine Anmeldung ist erforderlich. In Kürze folgt der Gesamtprogramm der Zukunftstour in Saarbrücken auf der Homepage.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 19 Mai 2016
Neubesetzung des „Beirats Entwicklungszusammenarbeit“

Der für Entwicklungszusammenarbeit zuständige saarländische Minister Ulrich Commerçon hat den aus fünf Mitgliedern bestehenden „Beirat Entwicklungszusammenarbeit“ turnusgemäß neu besetzt.

Der Beirat Entwicklungszusammenarbeit besteht aus fünf Mitgliedern, die der Minister für Bildung und Kultur für jeweils zwei Jahre beruft. Die Auswahl erfolgt unter Berücksichtigung begründender Vorschläge aus dem Kreis der potentiellen Zuwendungsempfänger. Die Mitglieder kommen demnach aus dem Bereich der Nichtregierungsorganisationen (NRO) und der Kirchen. Sie beraten das Ministerium bei der Prüfung von Anträgen saarländischer Nichtregierungsorganisationen (NRO) im Bereich entwicklungspolitischer Projekt- und Programmaktivitäten, indem sie auf der Grundlage der in den Förderrichtlinien festgelegten Kriterien die Förderwürdigkeit der beantragten Projekte beurteilen.

Die Arbeit mit dem Beirat Entwicklungszusammenarbeit war auch in der Vergangenheit stets sehr offen und von beiderseitiger Wertschätzung geprägt. Bei der aktuell stattfindenden Überarbeitung der Förderrichtlinien und der Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes hat sich der Beirat bereits sehr aktiv und konstruktiv eingebracht.

Nach Ablauf der Amtszeit des „alten“ Beirats Entwicklungszusammenarbeit wurde zwecks Neubesetzung im Amtsblatt des Saarlandes, Teil 2 vom 14. Januar 2016 ein Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht. Folgende Personen wurden für die Neubesetzung ausgewählt:

  • Rolf Rüdiger Burkart, Kirchenkreis Saar-Ost
  • Hans Jürgen Gärtner, Netzwerk Entwicklungspolitik Saar
  • Isabelle Kiehn, Kinderhilfe Chillan
  • Karin Lawall, Sulzbach hilft Benin
  • Roland Röder, Aktion 3. Welt Saar

Die konstituierende Sitzung des Beirats, bei welcher Minister Ulrich Commerçon die neuen Mitglieder offiziell in ihr Amt einführen wird, findet im Juni 2016 statt.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 13 Mai 2016
Einblick in TTIP-Verhandlungsdokumente - Minister Commerçon: „ein unwürdiges Verfahren“

Der saarländische Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon hat am 30. März 2016 im so genannten „TTIP-Leseraum“ des Bundeswirtschaftsministeriums Einblick in die Dokumente genommen und das Verfahren als „unwürdig“ kritisiert.

Für die Dauer von zwei Stunden können Mitglieder des Bundestages und des Bundesrates Einblick in die Verhandlungsdokumente zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) unter Aufsicht und ohne Mitarbeiter der Fachebene nehmen. Mobile Telekommunikationsmittel wie Handys und Tablets müssen abgegeben und in ein Schließfach gesperrt werden. Lediglich persönliche Notizen sind erlaubt. Die Volksvertreter und Bundesratsmitglieder unterliegen einer strengen Verschwiegenheitspflicht. „Das Verfahren zur Einsichtnahme ist eines Mitglieds des Verfassungsorgans Bundesrat unwürdig, in der Sache unangemessen und dazu angetan, die gängigen Verschwörungstheorien und die zunehmende Abneigung gegenüber politischen Vorgängen zu stärken. Wenn das Vertrauen in die Demokratie nicht völlig verloren gehen soll, muss die EU hier dringend mit einer Transparenzoffensive gegensteuern“, so Minister Commerçon.

Es habe zwar Kaffee und Plätzchen für den Minister gegeben, „aber die Rechner funktionierten zunächst nicht, die Sticks mit den Dokumenten waren nicht bereitgestellt und insgesamt vier Mitarbeiter waren damit beschäftigt, den richtigen PIN-Code herauszufinden“. Nach einer halben Stunde zeigte der PC schließlich den Hinweis an: „Das System ist möglicherweise gefährdet.“ Commerçon schmunzelt: „Es wird in der Tat so getan, als handele es sich um eine systemgefährdende Tätigkeit, sich über eines der wichtigsten Freihandelsabkommen der letzten Jahre zu informieren.“ Was jedoch kaum gelungen ist, da die Dokumente im Verhandlungsverlauf kaum zuzuordnen waren.

Aus Sicht des Kulturministers bestehe die Gefahr, „dass das historisch gewachsene Kulturstaatsverständnis in Deutschland und Europa sowie der Bestand der Kulturhoheit der Bundesländer durch das Abkommen ausgehöhlt werden“. Commerçon: „Regelungen zur Kulturförderung wie die Buchpreisbindung, die Finanzierung von Theatern und Museen oder etwa die Filmförderung, die der Sicherung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt dienen, könnten einer Liberalisierungspolitik unterworfen werden. Dies würde jedoch unserem bisherigen Grundkonsens widersprechen, Kultur und Kulturgüter nicht alleine den Marktgesetzen zu überlassen.“ Große Unsicherheit bestehe auch in der Tatsache, dass die USA als Verhandlungspartner bislang die UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung für kulturelle und sprachliche Vielfalt bis heute nicht unterzeichnet haben.

Der Minister fordert daher: „Wenn die Bevölkerung wieder Vertrauen in die Verhandlungen aufbringen soll, dann muss die EU volle Transparenz und eine wirksame Beteiligung des EU-Parlamentes sowie der nationalen Parlamente ermöglichen.“

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 31 März 2016
Das Saarland steigt ein ins bundesweite Eine Welt PromotorInnen-Programm

Für globale Gerechtigkeit sind wir alle verantwortlich. Daher setzen sich bundesweit 80 Eine Welt-PromotorInnen gemeinsam mit entwicklungspolitisch engagierten Gruppen in allen Regionen Deutschlands für eine global nachhaltige Entwicklung ein. Sie unterstützen bürgerschaftliches Engagement, indem sie Aktive beraten und vernetzen, Aktionen und Kampagnen planen und entwicklungspolitische Themen in die Regionen tragen, um damit bei immer mehr Menschen ein Umdenken anzustoßen und die Gesellschaft in diese Richtung zu verändern.

Nach dem ersten Zyklus 2013-2015 beteiligt sich nun auch das Saarland ab 2016 mit vier PromotorInnen, die sich stark in den Landkreisen und zu ausgewählten fachlichen Themen, wie Fairer Handel, global verantwortliches Wirtschaften oder Klima- und Ressourcengerechtigkeit engagieren.

Das bundesweite PromotorInnen-Programm wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) e.V., der Stiftung Nord-Süd-Brücken (SNSB) und dem Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) e.V. aufgebaut. Die Kosten des Programms übernehmen zu 40 % die Länder und zu 60 % das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Auf der Ebene des Saarlandes wird das Programm vom entwicklungspolitischen Landesnetzwerk NES e.V. koordiniert. Es kooperiert hierbei mit dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes. Für die Umsetzung werden nun ab dem 15. März 2016 drei Vereine der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit gesucht. Sie können sich bis zum 21. Februar 2016 mit einem Konzept beim Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland bewerben. Über die Bewerbungen entscheidet ein Programmbeirat.

Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Ulrike Dausend, Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland, ulrike.dausend@nes-web.de, 0681-938 52 35.

Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland, 4 Februar 2016
Tagung „Das Saarland denkt global“ am 19. Februar 2016

Um im Saarland einen Dialogprozess zu den Nachhaltigkeitszielen in Gang zu setzen lädt das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) e. V. zur Tagung „SDG – Das Saarland Denkt Global“ am 19. Februar 2016 in die Räume der Stiftung Demokratie Saarland im Saarbrücken ein. Das Programm der Tagung umfasst einen Impulsvortrag zu globaler Nachhaltigkeit von Dr. Steffen Bauer vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik. Darüber hinaus können sich die Teilnehmenden in acht Workshops mit unterschiedlichen Dimensionen und Fragestellungen beschäftigen, die sich an den „sechs wesentlichen Elementen“ (People, Dignity, Prosperity, Justice, Partnership, Planet) orientieren und sich dabei auf den regionalen Bezug konzentrieren. Es wird zudem eine Diskussionsrunde mit drei Vertreter/-innen aus Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisation geben.

Die Fachtagung ist als Lehrer/- innenfortbildung des Landesinstitutes für Pädagogik und Medien (LPM) anerkannt und kann auch als Weiterbildungsmaßnahme im Rahmen von Bildungsurlaub bescheinigt werden.

Um Anmeldung wird online oder per E-Mail an bildung@nes-web.de bis zum 31. Januar 2016 gebeten. 

Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e. V. (NES), 15 Januar 2016
Nach erfolgreicher Premiere: Nachhaltigkeitskampagne wird fortgesetzt – Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer gibt Startschuss

„Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mach mit!“. Die von der Staatskanzlei Saarland initiierte Nachhaltigkeits- und Informationskampagne, die gemeinsam mit den Ministerien für Bildung und Kultur sowie Umwelt und Verbraucherschutz durchgeführt wird, startet in ausgeweiteter Form in die zweite Runde. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Donnerstag, den 10. Dezember 2015, in Spohns Haus in Gersheim den Startschuss gegeben. Gestartet hat die Ministerpräsidentin die zweite Runde der Kampagne bei einem Workshop der Verbraucherzentrale im ökologischen Schullandheim Spohns Haus in Gersheim gemeinsam mit Jugendlichen aus Polen, der Ukraine und der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle.

Wie bereits im ersten Jahr sammelt das Land im Rahmen der Kampagne Althandys und setzt dabei ein Zeichen zur Schonung natürlicher Ressourcen. Im Vergleich zur ersten Kampagne, an der sich alle weiterführenden Schulen im Saarland beteiligen konnten, wird die Zielgruppe nun erweitert. „Neben Bildungseinrichtungen aller Art können sich ab jetzt auch alle anderen beteiligen, denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt“, sagt die Schirmherrin Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer – und nennt beispielhaft Sozial-, Umwelt-, Jugend- und Seniorenverbände, Vereine oder Kommunen.

Interessenten bekommen die Sammelboxen über das in der Staatskanzlei angesiedelte Projektbüro. Die Kampagne ist aber mehr als eine reine Sammelaktion für Althandys. Im Rahmen der Kampagne werden diverse Vorträge, Workshops und Aktionstage angeboten. Dort können die Teilnehmer mehr über die sozialen und ökologischen Hintergründe und Probleme bei der Handyproduktion erfahren, sich über Entsorgungswege und Möglichkeiten eines nachhaltigen Konsums aufklären lassen, mit dem Schülerlabor der Uni Saarland dem Innenleben eines Handys auf den Grund gehen, oder auch eigene Projekte auf den Weg bringen. Darüber hinaus werden Informations- und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt und Fortbildungen für Lehrkräfte angeboten.

Mit Start der zweiten Runde der Nachhaltigkeitskampagne ist auch die neue Internetseite freigeschaltet. Unter www.handy.saarland finden Interessierte alle Informationen und Bestellformulare zu den einzelnen Modulen der Kampagne, die von zahlreichen Kooperationspartnern unterstützt wird. „Die starke Resonanz zeigt, dass wir mit unserer Kampagne auf dem richtigen Weg sind. Ich hoffe, dass sich auch die Saarländerinnen und Saarländer rege beteiligen. Nachhaltigkeit geht uns alle an“, sagt Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer.

Hintergrund

Mehr als 100 Millionen gebrauchte Handys liegen ungenutzt in Deutschlands Schubladen, mehr als eine Million davon alleine im Saarland. Laut Angaben von BITKOM gibt es in 75 Prozent aller deutschen Haushalte mindestens ein altes Handy, häufig sogar bis zu vier ungenutzte Geräte. Da viele Teile der Handys recycelbar wären, verstecken sich in den Schubladen, Kellern oder Schränken wahre Schätze: Eine Tonne Handys enthält circa 300 Gramm Gold, bis zu drei Kilogramm Silber, 120 Kilogramm Kupfer und 100 Gramm seltenes Palladium.

Saarland, Staatskanzlei, 11 Dezember 2015
Saarbrücken zur Hauptstadt des Fairen Handels ausgezeichnet

Von nun an darf sich die Landeshauptstadt Saarbrücken „Hauptstadt des Fairen Handels 2015“ nennen und ist damit die erste Stadt aus dem Saarland, die den Wettbewerb gewonnen hat und die für ihr Engagement im Bereich des Fairen Handels ausgezeichnet wurde. Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, überreichte in Rostock-Warnemünde die Preise: „Bemerkenswert fand ich die Kreativität, die innovativen Ideen und das konstant hohe Niveau der Projekte bei Bewerbern und Preisträgern. Es ist erstaunlich, was alles unternommen wurde, um die Welt gerechter zu machen. Das viele Engagement und immer neue Einfälle haben den Fairen Handel in die Mitte der Gesellschaft gebracht.“

2015 bewarben sich 84 Kommunen mit 818 Projekten – so viele wie noch nie, der 1. Platz war mit 35.000€ dotiert. Die Jury hatte intensiv und auf Basis der Kriterien, die bereits 2003 erarbeitet worden waren, um die Platzierungen gerungen. „Letztlich waren alle Beiträge ein Zeichen für die vielen kooperativen und kreativen Ideen in den Städten und Gemeinden Deutschlands zur Stärkung des Fairen Handelns.“

Getragen wurde der Wettbewerb vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Engagement Global gGmbH, 27 Oktober 2015
Das Saarland Denkt Global - Verabschiedung der neuen Globalen Nachhaltigkeitsziele und was das Saarland damit zu tun hat

Auf dem Gipfel zur Nachhaltigen Entwicklung, der vom 25.-27. September in New York stattfindet, sollen die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der UN für den Zeitraum 2015-2030 verabschiedet werden. Die 17 SDG-Ziele lösen die Millenniumsentwicklungsziele ab und sind beispielsweise darauf gerichtet, bis 2030 weltweit den Hunger zu überwinden, extreme Armut vollständig zu beseitigen, einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu sichern, den Klimawandel zu bekämpfen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Während die Millenniumsentwicklungsziele vor allem auf die Bekämpfung von Armut in den Entwicklungsländern gerichtet waren, sollen sich die neuen Ziele an einer globalen und nachhaltigen Entwicklung orientieren, d.h. weltweit gesellschaftliche Rahmenbedingungen schaffen, die sich nicht nur an ökonomischem Profit ausrichtet, sondern auch gleichermaßen soziale und ökologische Bedingungen und Folgen unseres Handelns stärker in den Blick nimmt. Die SDGs können damit als Wegweiser für eine bessere Zukunft dienen, in der einer wachsenden sozialen Ungerechtigkeit, zunehmender Umweltzerstörung und steigendem Ressourcenverbrauch an der Wurzel des Problems begegnet wird und damit viele der Ursachen, die Menschen aus den Ländern des Südens zur Flucht bewegen, beseitigt werden könnten. 

Die 2030-Agenda hebt mit den globalen Nachhaltigkeitszielen die Unterscheidung in Industrie- und Entwicklungsländer auf, denn die Ziele sollen gleichermaßen für alle Länder gelten, wodurch die Verantwortung der Länder des Nordens für globale Problemlagen und Verflechtungen betont wird. Auch in Deutschland und im Saarland.

Das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) möchte mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel „SDG – Das Saarland denkt global“ zu den SDG (Sustainable Development Goals) dazu beitragen, dass frühzeitig ein gesellschaftlicher Dialogprozess mit BürgerInnen, SchülerInnen und VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Bildung in Gang gesetzt wird, um sich mit drängenden Zukunftsfragen zu beschäftigen: Was muss passieren, um die Agenda erfolgreich umzusetzen? Welche Reformen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind im Saarland, in Deutschland und weltweit notwendig? Was können einzelne BürgerInnen vor Ort in ihrem Arbeits- und Lebensumfeld tun, um eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen? Welche Rolle kommt der Bildung dabei zu?

Die Veranstaltungsreihe „SDG – Das Saarland Denkt Global“ beginnt am 14. September um 18 Uhr mit der Eröffnung der interaktiven Ausstellung „Zukunftsstadt“ im Rathaus Saarbrücken, Hauberisser Saal. Das NES wird dort neben zahlreichen anderen Akteuren einen Thementisch zu verschiedenen Aspekten der Globalen Nachhaltigkeitsziele mit Bezug zu städtischer Entwicklung präsentieren: Dabei kommen unter dem Motto „Saarbrücken denkt Global“ Themen wie Landflucht und Urbanisierung, Transition Towns, Glücklich Leben und globale Nachhaltigkeitsziele – lokal verankert zum Tragen. Ab dem 15. September können Begleit-Workshops für Schulklassen ab Stufe 9 gebucht werden. Zur Vertiefung der Thematik werden auch Projekte in Schulen angeboten, z.B. durch Chatgespräche mit ExpertInnen in aller Welt.

Enden wird die Veranstaltungsreihe mit einer Fachtagung am 14. Oktober in Saarbrücken, um den Dialogprozess über mögliche Ansatzpunkte und Handlungsoptionen mit verschiedenen Zielgruppen zu den SDGs zu vertiefen. Neben einem Impulsvortrag von Dr. Steffen Bauer vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, können sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in acht verschiedenen Workshops zu wesentlichen Fragestellungen einer Nachhaltigen Entwicklung beteiligen, die von saarländischen ExpertInnen unter dem Augenmerk auf den regionalen Bezug geleitet werden. Darüber hinaus wird es eine Diskussionsrunde mit VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen über die Ergebnisse der Tagung geben.
 
Weitere Informationen finden Sie hier.

Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES), 22 September 2015
Verabschiedung des neuen Beirats Entwicklungszusammenarbeit

Im Jahr 2013 wurden von Minister Ulrich Commerçon fünf Mitglieder in den Beirat Entwicklungszusammenarbeit berufen. Dieser unterstützt das Ministerium für Bildung und Kultur für jeweils 2 Jahre bei der Entscheidung der Vergabe von Fördermitteln im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Die Mitglieder stammen aus den Bereichen der Nichtregierungsorganisationen und der Kirchen.

Seit 2013 sind die Mitglieder Verena Blumer - Diriamba-Verein e.V., Hans-Jürgen Gärtner - Gemeindedienst Mission und Ökumene/NES e.V., Astrid Klug - Miteinander-Füreinander e.V., Isabelle Kiehn - Kinderhilfe Chillan e.V. und Roland Röder - Aktion 3. Welt Saar e.V.. In einer letzten Beiratssitzung im Oktober werden die jetzigen Mitglieder von Minister Ulrich Commerçon verabschiedet.

Ende des Jahres 2015 wird im Amtsblatt des Jahres wieder der Aufruf zur Empfehlung von neuen Beiratsmitgliedern veröffentlich. Nach Benennung durch den Minister wird der neue Beirat dann Anfang 2016 sein Amt antreten.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 10 September 2015
Fairer Brunch für die Mitarbeiter/-innen des Ministeriums für Bildung und Kultur

Das Motto der diesjährigen Fairen Woche im Saarland lautet  "Saarländische Ministerien machen mit". Hierzu wird in einzelnen Ministerien ein Faires Frühstück beziehungsweise ein Fairer Brunch für die Mitarbeiter/-innen angeboten. Unter dem Motto „Fairer Handel schafft Transparenz“ macht die Faire Woche damit auch im Saarland auf die Probleme der konventionellen Wertschöpfungsketten aufmerksam und stellt den Fairen Handel als Alternativmodell dar.

Im Oktober wird es im Ministerium für Bildung und Kultur einen Fairen Brunch für die Mitarbeiter/-innen des Hauses geben. Nach einer Begrüßung durch Minister Ulrich Commerçon und der Fairtrade Initiative Saarbrücken folgt eine Erläuterung zu den angebotenen Produkten. Danach können Leckereien aus dem Fairen Handel verköstigt werden.

Im Saarland finden im September und Oktober mehr als 30 Veranstaltungen rund um den Fairen Handel statt. Von Informationsveranstaltungen zum Fairen Handel in der Verbraucherzentrale bis zum Fairen Frühstück in der Grundschule ist alles dabei.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 10 September 2015
Informations- und Austauschrunde für Nord-Süd-Schul-Partnerschaften

Im Saarland pflegen zahlreiche Schulen seit vielen Jahren sogenannte Nord-Süd-Partnerschaften mit Schulen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Weitere Schulen stehen an der Schwelle, eine solche Partnerschaft aufzubauen. Am 9.7.2015 fand die erste Informations- und Austauschrunde für Schulen im Saarland, die sich mit Nord-Süd-Partnerschaften beschäftigt möchten, statt.

Das "Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e. V." (NES) informierte über die Arbeit des Netzwerks zur Implementierung der Partnerschaften in der Schule und Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht. Hier kam zum Beispiel der Chat der Welten zur Sprache, welcher einen Austausch zwischen Schülern und Schülerinnen auf der ganzen Welt auf Augenhöhe ermöglicht.

Auch der Beitrag von Frau Dr. Spenlen von der Mitmachzentrale der Servicestelle für Entwicklungsinitiativen Engagement Global führte zu einem fruchtbaren Austausch über Erfahrungen, Erfolge und Schwierigkeiten Nord-Süd-Partnerschaften in Schulen zu initiieren. Sie erläuterte ausführlich welche Fördermöglichkeiten und didaktische Unterstützungsangebote es allgemein im Rahmen der Entwicklungspolitik für Schulen und Kitas gibt.

Nach der Sommerpause wird es eine Folgeveranstaltung geben, die konkret darüber informiert, wie Nord-Süd-Projekte angebahnt oder bereits bestehende ausgebaut werden können. Interessierte Lehrkräfte, die bei der ersten Veranstaltung nicht dabei sein konnten, sind herzlich zur Folgeveranstaltung eingeladen.

Allgemeine Informationen zur Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes, entwicklungspolitischen Veranstaltungen, Bildungsmaterialien und Fördermöglichkeiten erhalten Sie auf dem Themenportal Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes.

Das Netzwerk Entwicklungspolitik Saar steht gerne als Ansprechpartner für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

An Nord-Süd-Partnerschaften interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich auch direkt an Frau Frey vom Ministerium für Bildung und Kultur (Tel. 0681-501-7923) oder Frau Dausend von NES (Tel. 0681 - 938 5235) wenden.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 10 Juli 2015
Entwicklungspolitische Bildungstage - EPOBITS

Das Projekt „Globales Lernen macht Schule“ lädt zu seinem jährlichen Höhepunkt ein: die Entwicklungspolitischen Bildungstage im Saarland oder kurz EPOBITS. Eingeladen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Als neues Konzept wird es zum Einen in jedem Quartal ein Schwerpunktthema mit Aktionstagen, Vorträgen, Fachtagungen und Filmvorführungen geben. Zum Anderen beinhaltet das Programm spezifische Angebote für Schulen sowie Ausstellungen mit Begleitworkshops in den saarländischen Landkreisen.

Themen der Entwicklungspolitischen Bildungstage 2015 sind Flucht & Migration, die Sustainable Development Goals und Klimapolitik. Einige Veranstaltungen sind schon in Planung, es ist aber möglich und ausdrücklich erwünscht mitzumachen, um weitere Kooperationen entstehen zu lassen. Weitere Infos auf der Homepage.

Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e. V. (NES), 18 Mai 2015
Landtagsbeschluss des Saarlandes zum "Europäischen Jahr der Entwicklung 2015"
Saarland, Landtag, 29 Januar 2015
Vorstellung der saarländischen Entwicklungspolitik auf dem „Marché du Monde Solidaire“

Auf dem „Marché du Monde Solidaire“ – dem Markt der solidarischen Welt – haben am 22. und 23. November 2014 in Nancy über 80 lothringische Akteur/-innen der Entwicklungspolitik durch Musik, Spiele, Diskussionen, Stände oder Ausstellungen ihre Arbeit vorgestellt. Das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. (NES) und das Netzwerk MultiCooLor organisierten einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Vernetzungsmöglichkeiten in Saar-Lor-Lux im Hinblick auf das Europäische Jahr der Entwicklung 2015“. Das Europäische Jahr der Entwicklung wurde von der EU als thematisches Jahr für 2015 beschlossen.

Zum ersten Mal betrifft das Thema des „Europäischen Jahres“ auch die Entwicklungspolitik der EU. Inhaltlicher Bezugspunkt sind zum Beispiel die auf internationaler Ebene laufenden Verhandlungen zu neuen weltweiten Entwicklungszielen als Nachfolger der 2015 auslaufenden Millenniumsziele.

In ganz Europa bereiten verschiedene Akteur/-innen Sonderveranstaltungen zum thematischen Jahr vor, so auch im Saarland, Lorraine und Luxemburg. Durch den inhaltlichen wie organisatorischen Austausch zwischen den verschiedenen Akteur/-innen möchten die Organisationen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit künftig erleichtern. Ein erster konkreter Schritt in diese Richtung war der Markt der solidarischen Welt in Nancy zum Europäischen Jahr der Entwicklung.

Saarland, Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. (NES), 15 Dezember 2014
Handykampagne und Kreativ-Wettbewerb

„Hol die Gruftis raus! Schenk deinem Handy ein neues Leben“ ist das Motto einer Kampagne der Staatskanzlei des Saarlandes. Am Beispiel des Handys können sich Schüler/-innen mit verantwortungsbewusstem und nachhaltigem Konsumverhalten auseinandersetzen. Die Kampagne richtet sich an alle weiterführenden Schulen im Saarland und läuft das komplette Schuljahr 2014/15. Ein Projektbüro in der Staatskanzlei bietet den Schulen Auskünfte und Beratung zur Kampagne, unterstützt sie vor Ort und liefert Sammelboxen, Flyer, Plakate sowie Unterrichtsmaterialien.

Teil der Handykampagne ist ein Kreativ-Wettbewerb, der zur intensiveren und kreativen Beschäftigung mit dem Thema anregt. Die Beiträge können von der Schulgemeinschaft, einer Klasse, Schülergruppen oder einzelnen Schüler/-innen der weiterführenden Schulen im Saarland erarbeitet und bis zum 30. April 2015 eingereicht werden. Mögliche Beiträge können Videos, Fotoserien, Collagen, Flashmobs oder Podiumsdiskussionen sein.

Weitere Informationen zum Kreativ-Wettbewerb finden Sie hier.

Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und wurde durch die Staatskanzlei des Saarlandes, das Ministerium für Bildung und Kultur und das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gemeinsam entwickelt.

Saarland, Staatskanzlei, 11 Dezember 2014
Bildungsminister Commerçon stellt Sofortprogramm zur Bildung und Förderung von Flüchtlingskindern vor

Bildungsminister Ulrich Commerçon hat im Rahmen der heutigen Haushaltsdebatte im saarländischen Landtag ein Sofortprogramm zur Bildung und Förderung von Flüchtlingskindern vorgestellt: Rund eine Million Euro für die Ausweitung von Sprachförderungsprogrammen, zusätzliche Lehrkräfte  und weitere Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte sollen zu einer raschen Integration der Flüchtlinge beitragen.
 
„Bildungsgerechtigkeit beweist sich darin, ob sie allen Menschen Zugang schafft zu Bildung und Teilhabe und damit einen Beitrag zu einer möglichst selbstständigen und gelingenden Lebensführung leistet. Deshalb stehen wir in der Pflicht, Flüchtlingskindern von Beginn an eine schulische und berufliche Perspektive zu eröffnen. Wir nutzen damit auch die Chancen, die sich für unsere Gesellschaft aus der Zuwanderung ergeben“, so Commerçon.
 
Derzeit kommen rund 300 Flüchtlinge pro Monat ins Saarland. Rund ein Drittel davon, so schätzt das Bildungsministerium, sind minderjährige und zum Teil unbegleitete Kinder und Jugendliche.  Für die Ausweitung bestehender Sprachförderprogramme  stellt das Ministerium zusätzlich rund eine Million Euro zur Verfügung. „Das Erlernen der deutschen Sprache ist der Grundstein für eine erfolgreiche Integration“, betonte der Minister. In den Schulen werde daher in den ersten Monaten schwerpunktmäßig Sprachunterricht für die Flüchtlinge angeboten. „Darüber hinaus kommt es darauf an, die Kinder und Jugendlichen so rasch wie möglich in den schulischen Alltag zu integrieren und die Teilnahme an Fächern wie Sport, Kunst und Musik einzubinden.“
 
Als weitere Sofortmaßnahme zur Abdeckung von zusätzlichem Personalbedarf an den saarländischen Schulen werden kurzfristig 25 Lehrkräfte zur Verfügung gestellt. Eingesetzt werden Lehrkräfte mit Deutsch als Fremdsprache oder Lehrkräfte, die Deutsch oder Fremdsprachen studiert haben. Parallel dazu verstärkt das Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) seine Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer. Im Mittelpunkt soll der Umgang der Lehrkräfte mit Heterogenität an den Schulen stehen. „Für die Realisierung dieser Sofortmaßnahmen haben wir alle noch frei verfügbaren Ressourcen und nicht gebundene Mittel im Bildungsministerium gebündelt, um auf die Situation reagieren zu können“, so der Minister.
 
Im Hinblick auf den im Zuge der demografischen Entwicklung beabsichtigten Wegfall von Lehrerstellen führte Commerçon aus, dass das Ministerium derzeit nach aktuell vorliegenden Prognosen mit einem Schülerrückgang von rd. 17 Prozent bis zum Schuljahr 2020/21 rechne. Ursprünglich war sowohl von der Jamaika-Regierung als auch zu Beginn der neuen Legislaturperiode ein Rückgang von rd. 21 Prozent angenommen worden. Ein Grund für die Abweichung bestehe in der in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegenen Quote an Absolventen mit Hochschulreife und der damit verbundenen längeren Verweildauer im Bildungssystem.

Commerçon: „Der verlangsamte Rückgang der Schülerinnen- und Schülerzahl ist aber auch auf die steigende Zuwanderung zurückzuführen. Deshalb müssen wir auf Entwicklungen reagieren, die von ursprünglichen Annahmen abweichen. Wenn sich hier Änderungen ergeben, wird in Abhängigkeit von der Bedarfsentwicklung von Jahr zu Jahr über den Stellenwegfall entschieden. Dies haben wir bereits getan.“ Entgegen der ursprünglichen Planung wurde mit dem Stellenabbau nicht schon im Jahr 2013 begonnen, sondern erst im August 2014, also ein ganzes Jahr später. Hierbei handelt es sich um 38 Stellen. „Laut PWC-Gutachten aus dem Jahr 2010 war zum 1.01.2015 der Wegfall von 111 Stellen im Lehrerinnen- und Lehrerbereich vorgesehen. Nach den Vereinbarungen des Bildungsministeriums mit dem Finanzministerium zum Haushalt 2015 ist nunmehr lediglich ein Abbau von 25 Stellen zum 1.01.2015 und von 44 Stellen zum 1.08.2015 vorgesehen, also 42 Stellen weniger als ursprünglich geplant und - orientiert an den Erfordernissen eines Schuljahres - zeitlich gestreckt.", so Commerçon.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 4 Dezember 2014
Bildungsminister Ulrich Commerçon stellt Agrarplakat „Für eine faire Landwirtschaft weltweit“ vor

Der für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Minister für Bildung und Kultur des Saarlandes Ulrich Commerçon hat heute auf dem Milchviehbetrieb Boesen in Mettlach gemeinsam mit der Aktion 3. Welt Saar das Plakat „Für eine faire Landwirtschaft weltweit“ vorgestellt.

Ausgehend von der Diskussion um faire Milchpreise, die den deutschen und europäischen Milchviehhaltern ein von öffentlichen Geldern unabhängiges Einkommen ermöglichen soll, stellt das Plakat in vier Themenkomplexen die lokalen und globalen Zusammenhänge zwischen der Milch- und Nahrungsmittelerzeugung in Europa und dem Hunger und der Vertreibung in Afrika und Südamerika dar. Zehn Ideen „Für eine faire Landwirtschaft weltweit“‘ regen zum Nachdenken an und zeigen Möglichkeiten zum eigenen Engagement. Mit Hilfe von QR-Codes wird auf Internetseiten zum Weiterlesen hingewiesen. „Mit der Aktion sollen Schülerinnen und Schüler für den fairen Handel und die Eine Welt sensibilisiert und zu eigenverantwortlichem und nachhaltigem Handeln ermuntert werden“, so Bildungsminister Commerçon.
 
Er verweist darauf, dass sich bei der Kampagne „ERNA goes fair“ Bauern, Umweltschützer, 3. Welt-Engagierte und Gewerkschaften zusammengeschlossen haben und sich gemeinsam für eine faire Landwirtschaft regional und global – weltweit - einsetzen. „Fairer Milchhandel und faire Landwirtschaft kommen lokal und global letztlich allen zugute: Den Bauern, die langfristig von ihrer Arbeit leben wollen, den Verbrauchern, die Wert auf gesunde und umweltverträglich erzeugte Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen legen, dem Erhalt der Artenvielfalt und der artgerechten Haltung von Tieren“, betont der Minister.

Hintergrund: Das Plakat „Für eine faire Landwirtschaft weltweit“ wurde im Rahmen eines vom Ministerium für Bildung und Kultur geförderten entwicklungspolitischen Bildungsprojektes entwickelt und ist Teil der Kampagne „ERNA goes fair“ der Aktion 3. Welt Saar, wobei „ERNA“ für ERnährungssicherheit und NAchhaltigkeit steht. Herausgeberin ist die Aktion 3. Welt Saar.

Die Kampagne wird ideell unterstützt von Bauern, Umweltschützern, 3. Welt-Engagierten und Gewerkschaften. Im Rahmen von „ERNA“ arbeitet die Aktion 3. Welt Saar im Trägerkreis von „Meine Landwirtschaft – unsere Wahl“ (Forum Umwelt & Entwicklung; Anlass: Reform der EU-Agrarpolitik 2011) mit.

Das Plakat richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und kann beispielsweise auch als Unterrichtsmaterial in Schulen eingesetzt werden, da es den sehr komplexen Sachverhalt mit vielen unterschiedlichen Themenbereichen und Aspekten komprimiert darstellt.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 18 August 2014
Uni Saarbrücken ist erste “Fairtrade-University” Deutschlands

Am 19. Mai 2014 wurde die Universität als erste Fairtrade Universität in Deutschland ausgezeichnet. “Fairtrade-Universities sind Vorbilder für soziale Verantwortung an Hochschulen”, erklärte TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath, der die Urkunde in Saarbrücken am 19. Mai überreichte. “Der Faire Handel baut auf ein breites zivilgesellschaftliches Engagement. Die neue Kampagne knüpft als weiterer Knotenpunkt an das internationale Netzwerk aus Fairtrade-Towns und Fairtrade-Schools an.” An Hochschulen, die den Titel Fairtrade-University erhalten möchten, vernetzen sich Studierende, Verwaltung und Gastronomie und ziehen für den Fairen Handel an einem Strang.

Auf dem Weg zur ersten FairTrade-Universität waren das Aktionsbündnis „Faire Uni Saar“ aus Studenten und Uni-Mitarbeitern einen wichtigen Schritt vorangekommen: Die führenden Gremien der Universität hatten das offizielle Bekenntnis zur fairen Universität unterzeichnet. Auch die übrigen von insgesamt fünf Kriterien, die Voraussetzung für den Titel sind, sind umgesetzt worden. Das Aktionsbündnis hatte eine Initiativ-Bewerbung noch vor Ende des Sommersemesters 2013 bei Fairtrade Deutschland eingereicht.

Saarland, Fairtrade Initiative Saarbrücken, 16 Juni 2014
Fairer Handel: Saarbrücker Umweltdezernent unterstützt Forderung nach Polizeiuniformen aus fairem Handel

Der Saarbrücker Umweltdezernent Thomas Brück, verantwortlich für das Thema „Fairer Handel“, unterstützt ausdrücklich die Forderung des Netzwerkes Entwicklungspolitik Saarland e.V. (NES) nach fair gehandelten Polizeiuniformen. Angesichts der angekündigten Beschaffung von neuen Polizeiuniformen durch die Länder Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen hat NES gefordert, dass die Uniformen unter fairen Bedingungen produziert werden sollten.

„In Anbetracht der zum großen Teil menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen in Ländern wie Bangladesh viele Textilien produziert werden, darf die öffentliche Hand nicht einfach wegsehen, sondern muss die Einhaltung von Mindeststandards fordern“, so die Forderung von Thomas Brück. Die Landeshauptstadt bemüht sich bei ihren Beschaffungen um die Einhaltung von Normen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, die unter anderem Kinderarbeit verhindern sollen.

Das städtische Amt für Grünanlagen, Forsten und Landwirtschaft hat im vergangenen Jahr mit der Beschaffung von Arbeitskleidung aus fairem Handel begonnen. Diese ist zwar in der Anschaffung etwas teurer, aufgrund der besseren Qualität jedoch langlebiger und deshalb wirtschaftlicher.

„Die Forderung nach einem Mindestlohn in Deutschland und gerechte Preise im Welthandel gehen für mich Hand in Hand“, so der Saarbrücker Umweltdezernent. Für sehr hilfreich für die Beschaffung hält er die Forderung des Entwicklungshilfeministers Gerd Müller, noch in diesem Jahr ein neues Siegel für nachhaltig produzierte Kleidung einzuführen.

Dieses soll soziale und ökologische Mindeststandards bringen und die Vielzahl existierender Siegel ersetzen. „Es würde den Einkäufern in den öffentlichen Verwaltungen viel Detailarbeit ersparen, wenn diese nicht mehr die Glaubwürdigkeit vieler Zertifikate überprüfen müssten, sondern sich auf ein Siegel verlassen könnten“, so Brück.

Saarland, Landeshauptstadt Saarbrücken, 14 Mai 2014
Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP): Kulturminister Commerçon sieht Gefahren für die kulturelle Vielfalt und die Kulturhoheit der Deutschen Länder

Der saarländische Kulturminister Ulrich Commerçon befürchtet „massive Gefahren für das historisch gewachsene Kulturstaatsverständnis in Deutschland und Europa und für den Bestand der Kulturhoheit der Bundesländer“ im Zuge der Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und der USA-Administration über die Schaffung einer transatlantischen Freihandelszone (TTIP).

Er fordert volle Transparenz, eine wirksame Beteiligung des EU-Parlaments und der nationalen Parlamente, sowie die vollständige Ausnahme des Kultur- und Medienbereichs aus den Verhandlungen. Das EU-Mandat für die TTIP-Verhandlungen beinhalte zwar einen Verweis auf die UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der kulturellen Vielfalt und legt fest, dass das Abkommen keine Beeinträchtigungen für die kulturelle und sprachliche Vielfalt in der EU und ihren Mitgliedsstaaten enthalten dürfe. Große Unsicherheit bestehe jedoch in der Tatsache, dass die USA die UNESCO-Konvention bis heute nicht unterzeichnet haben, so Commerçon.
 
Der Kulturminister verweist darauf, dass in den USA der staatliche Anteil an den Kulturausgaben lediglich 13 Prozent betrage, in Deutschland hingegen 80 Prozent: „Regelungen zur Kulturförderung wie die Buchpreisbindung, die Finanzierung von Theatern und Museen oder etwa die Filmförderung, die der Sicherung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt dienen, könnten einer Liberalisierungspolitik unterworfen werden, die unserem bisherigen Grundkonsens widersprechen würde, Kultur und Kulturgüter nicht alleine den Marktgesetzen zu überlassen.“
 
Vor diesem Hintergrund sei das geplante gesonderte Klagerecht von Investoren vor außerstaatlichen Schiedsgerichten zum Schutz von geplanten Gewinnen aus ihren Investitionen besonders problematisch. Commerçon: „Wenn potenzielle Investoren mit Blick auf die hierzulande praktizierte Kulturförderung ebenfalls zu gleichen Bedingungen tätig werden wollen oder die Förderpolitik angreifen, um ihre geplanten Gewinne zu schützen, wäre die kulturelle Vielfalt, aber auch die Kulturhoheit der Bundesländer in ernsthafter Gefahr.“
 
Das Urheberrecht in seiner jetzigen Ausgestaltung steht nach Auffassung des Ministers ebenfalls „auf der Kippe“. Ziel der USA sei es, ein so genanntes Herkunftslandprinzip einzuführen. „Große Anbieter und Verwerter wie Google, Amazon & Co. würden ihre Dienste dann nicht mehr nach den hiesigen Regeln anbieten, sondern nach amerikanischem Copyright-Recht. Wir brauchen aber einen vernünftigen Ausgleich zwischen Urhebern und Verwertern.“
 
Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP)

Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) ist die größte Handels- und Investitionsinitiative zwischen der EU und den USA. Derzeit verhandeln die US-Administration und die EU-Kommission hinter verschlossenen Türen über den Abbau von Zöllen, die Beseitigung so genannter nichttarifärer Handelshemmnisse wie DIN-Normen, TÜV-Prüfverfahren oder um die „Harmonisierung“ von umwelt- und verbraucherschutzrechtlichen Regelungen. Ziel ist die Schaffung der größten Freihandelszone der Welt.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 30 April 2014
3. Sitzung der Arbeitsgruppe „Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes“

Die 3. Sitzung der Arbeitsgruppe „Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes“ fand am 16. Dezember 2013 statt.

Am Freitag, den 6.9.2013 fand die erste Arbeitsgruppensitzung „Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes“ statt. Die Arbeitsgruppe besteht aus 12 Mitgliedern, die sich im Verlauf der zurückliegenden Foren „Entwicklungszusammenarbeit“ zur Mitarbeit in verschiedenen Teilbreichen der Leitlinienentwicklung bereit erklärt haben. Die Arbeitsgruppe wird durch Frau Dausend (Netzwerk Entwicklungspolitik Saar - NES) als Ansprechpartnerin vertreten.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind:

1)   Jean-Philippe Baum (NES)
2)   Christian Bersin (Landeshauptstadt Saarbrücken)
3)   Ulrike Dausend (NES)
4)   Tamara Enhuber (Attac Saar) (e)
5)   Isabelle Kiehn (Kinderhilfe Chillan) (e)
6)   Harald Kreutzer (NES)
7)   Werner Langefeld (Attac Saar)
8)   Fleurance Laroppe (Fairtrade Initiative Sarbrücken)
9)   Wynnie Mbindyo (Fairtrade Initiative Sarbrücken) (e)
10) Roland Röder (Aktion 3. Welt Saar)
11) Thomas Schulz (Attac Saar) (e)
12) Eva Wessela (Europäische Akademie Otzenhausen)

Die in den bisherigen Foren „Entwicklungszusammenarbeit“ erarbeiteten Schwerpunkte und Themen, dienen als Basis der Arbeit der Arbeitsgruppe. Diese soll im weiteren Verlauf einen Vorschlag zur Ausformulierung der entwicklungspolitischen Leitlinien aus Sicht der Nicht-Regierungs-Organisationen für die saarländische Landesregierung entwickeln. Ergänzend wird zur Konkretisierung der allgemeinen Leitlinien ein Vorschlag für einen ersten Maßnahmenkatalog formuliert, der im Rahmen folgender Foren ergänzt werden kann. Nach Ausformulierung der Leitlinien sollen außerdem wichtige Aspekte gesammelt werden, die bei den künftig zu überarbeitenden „Richtlinien für die Vergabe von Fördermitteln durch das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes“ aus Sicht der Nicht-Regierungs-Organisationen berücksichtigt werden müssten.

Bis Ende des Jahres wird die Arbeitsgruppe alle vier Wochen tagen. Dabei werden sich einzelne AG-Mitglieder für bestimmte Themenbereiche zuständig erklären, hierfür Formulierungsvorschläge vorbereiten, sich möglichst mit „ExpertInnen“ aus saarländischen Nicht-Regierungs-Organisationen in Verbindung setzen und deren Meinung zum entsprechenden Unterthema einholen.

Die Arbeitsgruppe hat in den letzten Wochen in mehreren Sitzungen Vorschläge für die
folgenden Themenschwerpunkte formuliert:
• Internationale Auswirkungen unseres Handelns, Agrarpolitik/Globales Lernen
• Menschenrechte, Generationengerechtigkeit, Entwicklungsvorstellungen
• Fairer Handel und
• Inlandsbezogene entwicklungspolitische Bildungsarbeit

Das 3. Forum Entwicklungszusammenarbeit fand am 16.12.13 von 18.-20 Uhr statt.
Hier wurden die erste Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppe präsentiert.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur , 20 November 2013
Erste Sitzung der Arbeitsgruppe „Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes“

Am Freitag, den 6.9.2013 fand die erste Arbeitsgruppensitzung „Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes“ statt. Die Arbeitsgruppe besteht aus 12 Mitgliedern, die sich im Verlauf der zurückliegenden Foren „Entwicklungszusammenarbeit“ zur Mitarbeit in verschiedenen Teilbreichen der Leitlinienentwicklung bereit erklärt haben. Die Arbeitsgruppe wird durch Frau Dausend (Netzwerk Entwicklungspolitik Saar - NES) als Ansprechpartnerin vertreten.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind:

1)   Jean-Philippe Baum (NES)
2)   Christian Bersin (Landeshauptstadt Saarbrücken)
3)   Ulrike Dausend (NES)
4)   Tamara Enhuber (Attac Saar) (e)
5)   Isabelle Kiehn (Kinderhilfe Chillan) (e)
6)   Harald Kreutzer (NES)
7)   Werner Langefeld (Attac Saar)
8)   Fleurance Laroppe (Fairtrade Initiative Sarbrücken)
9)   Wynnie Mbindyo (Fairtrade Initiative Sarbrücken) (e)
10) Roland Röder (Aktion 3. Welt Saar)
11) Thomas Schulz (Attac Saar) (e)
12) Eva Wessela (Europäische Akademie Otzenhausen)

Die in den bisherigen Foren „Entwicklungszusammenarbeit“ erarbeiteten Schwerpunkte und Themen, dienen als Basis der Arbeit der Arbeitsgruppe. Diese soll im weiteren Verlauf einen Vorschlag zur Ausformulierung der entwicklungspolitischen Leitlinien aus Sicht der Nicht-Regierungs-Organisationen für die saarländische Landesregierung entwickeln. Ergänzend wird zur Konkretisierung der allgemeinen Leitlinien ein Vorschlag für einen ersten Maßnahmenkatalog formuliert, der im Rahmen folgender Foren ergänzt werden kann. Nach Ausformulierung der Leitlinien sollen außerdem wichtige Aspekte gesammelt werden, die bei den künftig zu überarbeitenden „Richtlinien für die Vergabe von Fördermitteln durch das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes“ aus Sicht der Nicht-Regierungs-Organisationen berücksichtigt werden müssten.

Bis Ende des Jahres wird die Arbeitsgruppe alle vier Wochen tagen. Dabei werden sich einzelne AG-Mitglieder für bestimmte Themenbereiche zuständig erklären, hierfür Formulierungsvorschläge vorbereiten, sich möglichst mit „ExpertInnen“ aus saarländischen Nicht-Regierungs-Organisationen in Verbindung setzen und deren Meinung zum entsprechenden Unterthema einholen.

Das 3. Forum Entwicklungszusammenarbeit wird rund um den Jahreswechsel stattfinden. Hier sollen erste Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppe präsentiert werden. 

NEU: Saarland verfügt nun über ein Themenportal auf der Saarland-Seite, welches mit aktuellen Informationen bestückt ist.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 12 September 2013
Innenministerin Monika Bachmann begrüßt den namibischen Minister für Arbeit und Verkehr, Erkki Nghimtina

Monika Bachmann, Ministerin für Inneres und Sport, hat den namibischen Minister für Arbeit und Verkehr, Erkki Nghimtina, im Rahmen seiner Delegationsreise bei der saarländischen Polizei in Empfang genommen. Das Hauptinteresse der namibischen Delegation gilt der Verkehrssicherheitsarbeit und dem Aufbau einer Verkehrsinfrastruktur. Im Rahmen des Besuchs hat sich der Minister über das Thema Verkehrssicherheitsarbeit bei der saarländischen Polizei informiert. Im Mittelpunkt der Konzeptvorstellung standen die Drogenkontrolle in der polizeilichen Praxis und die Verkehrssicherheitsberatung. Minister Nghimtina ist seit 15 Jahren Mitglied des namibischen Parlaments. 1998 war er Verteidigungsminister, 2005 Minister für Bergbau und Energie und ist nunmehr seit März 2010 Minister für Arbeit und Verkehr. Er setzt sich stark für den umfassenden Schutz der Eisenbahn, Straßen, Flughäfen, Häfen und der Regierungsgebäude ein. „Ich freue mich sehr über den Besuch des Ministers bei der saarländischen Polizei und hoffe, dass er diesen Austausch für seine Arbeit in Namibia nutzen kann. Ich wünsche ihm und der Delegation weiterhin eine erfolgreiche Arbeit“, sagte Ministerin Monika Bachmann.

Saarland, Ministerium für Inneres und Sport, 28 Juni 2013
NGOs diskutieren Leitlinien der saarländischen Entwicklungspolitik

Der saarländische Bildungs- und Entwicklungsminister Ulrich Commerçon begrüßte am 22. Juni 2013 27 Teilnehmende aus den verschiedensten entwicklungspolitischen Gruppen im Saarland, die sich zum 2. Forum Entwicklungszusammenarbeit trafen. Ziel dieses Forums ist es, Schwerpunktthemen zu erarbeiten, die anschließend verschiedenen Arbeitsgruppen als Grundlage für die weitere Ausformulierung der Leitlinien dienen. Die Leitlinien legen die Kriterien für die Vergabe von Fördermitteln für entwicklungspolitisch ausgerichtete aus- und inländische Projekte fest. Mit ihrer Hilfe soll die Entwicklungszusammenarbeit politisch verankert und den Nicht-Regierungs-Organisationen des Landes ein Orientierungsrahmen geboten werden.

Commerçon bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Engagement und die fachliche Unterstützung. Er berichtete, dass die gesamte Verköstigung im Ministerium auf regionale und faire Produkte umgestellt wurde. In Bezug auf den gemeinsamen Diskussionsprozess mit Vertretern und Vertreterinnen der Zivilgesellschaft zur Überarbeitung der Entwicklungspolitischen Leitlinien betonte der Minister: „Dieser von uns gewählte Weg der Partizipation macht sichtbar, dass Entwicklungszusammenarbeit nur gemeinschaftlich und im Dialog umgesetzt werden kann. Entwicklungszusammenarbeit lebt von Ihrem Engagement. Das kann und darf, um zu gelingen, nicht von oben herab verordnet werden. Die Millenniums-Entwicklungsziele  müssen entschlossen weiter verfolgt und in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.“

Zum Auftakt des Diskussionsprozesses fand am 21. Februar 2013 auf Einladung des Ministers Ulrich Commerçon das 1. Forum Entwicklungszusammenarbeit statt. Dort wurde der Ablauf und Rahmen der Überarbeitung gemeinsam festgelegt, dessen Umsetzung nun beginnt.

Rahmen der saarländischen Entwicklungspolitik
Die saarländische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, im Dialog mit den Nicht-Regierungs-Organisationen mit ihrer Entwicklungspolitik dazu beizutragen, weltweit Armut zu bekämpfen, Frieden zu sichern, Demokratie zu verwirklichen und die Globalisierung gerechter zu gestalten.  Die weltweite Verflechtung sozialer Netze im Sinne von Gerechtigkeit und Verbesserung der Lebensverhältnisse in der Einen Welt stehen dabei im Mittelpunkt.

Dabei soll das Leitbild einer global nachhaltigen Entwicklung verfolgt werden. Die Millenniumserklärung der Vereinten Nationen und die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz bilden dabei den programmatischen Rahmen. Auf diesem Wege sollen die vorhandenen Strukturen, Initiativen und Aktivitäten  ausgebaut und weiterentwickelt werden. Wesentliche Schwerpunkte und Kompetenzen sollen dabei in den Bereichen Globales Lernen, Fairer Handel und Nachhaltige Beschaffung liegen. Die Leitlinien dienen als Grundsätze und sollen jährlich mit konkreten Maßnahmen ausformuliert werden. Dieser Maßnahmenkatalog macht die Entwicklungspolitik des Saarlandes greifbar, nachhaltig und evaluierbar. Auf dieser Basis kann sie stetig weiterentwickelt und den jeweiligen Umständen angepasst werden.

Saarland, Ministerium für Kultur und Bildung, 22 Juni 2013
Bildungs- und Kulturminister Ulrich Commerçon ruft zur Gründung eines Beirats für Entwicklungszusammenarbeit auf

Bildungs- und Kulturminister Ulrich Commerçon hat zur Gründung eines Beirats für Entwicklungszusammenarbeit aufgerufen. Der Aufruf wurde gemeinsam mit den Richtlinien zur Vergabe von Zuwendungen im Amtsblatt des Saarlandes veröffentlicht.

Der Beirat soll durch Mitglieder der Nichtregierungsorganisationen und einem Vertreter des Ministeriums für Bildung und Kultur besetzt werden. Seine Aufgabe ist es, bei der Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mitzuwirken. Die Empfehlungen des Beirates finden bei den Förderentscheidungen des Ministeriums Berücksichtigung. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern, die vom Ministerium jeweils für zwei Jahre berufen werden.

Interessierte Organisationen können bis zum 28. März Vorschläge an das Referat M2 im Ministerium für Bildung und Kultur, Hohenzollernstraße 60, 66117 Saarbrücken einreichen.

Die Zuständigkeiten für die Entwicklungszusammenarbeit wurden im Zuge der Regierungsneubildung ins Ministerium für Bildung und Kultur verlagert.

Minister Commerçon betont den Stellenwert der Entwicklungszusammenarbeit: "Die Intensivierung der Entwicklungszusammenarbeit liegt mir sehr am Herzen. Ich möchte mit den im Saarland bestehenden Organisationen und Initiativen einen intensiven Dialog führen, um gemeinsam die entwicklungspolitischen Leitlinien des Saarlandes zu erarbeiten. Dabei stehen die weltweiten Verflechtungen von sozialen Netzen und Märkten im Sinne von mehr Gerechtigkeit und der Verbesserung von Lebensverhältnissen in anderen Teilen der Welt im Mittelpunkt. Deshalb werde ich noch im Februar zu einem Forum Entwicklungszusammenarbeit einladen", so Commerçon.

Saarland, Ministerium für Bildung und Kultur, 18 Januar 2013